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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Juden in Ungarn.

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Diese Ehrenstellung der Juden in einem, wenn auch nur halb christ-lichen Lande konnte das Papstthum nicht dulden; sie war ihm ein Dornim Auge. Als daher der König Andreas, welcher mit den Magnatendes Landes im Streit und ein Freiheitsdiplom (Obarta) zu erlassengezwungen war, sich an den Papst Gregor IX. wandte, drang dieserdarauf, in einem Schreiben an Robert, Erzbischof von Gran, denKönig zu nöthigen, Juden und Mohammedanern die öffentlichenAemter zu entziehen ^). Andreas hatte sich Anfangs dem päpstlichenWillen gefügt, aber nicht Ernst damit gemacht, wohl weil er diejüdischen Beamten und Pächter nicht entbehren konnte. Dafür, sowie wegen anderer kirchlicher Beschwerden verhängte auf Befehl desPapstes der Erzbischof von Gran den Bann über den König und seineAnhänger (Anfangs 1232 2 ). Durch Quälereien aller Art gezwungen,mußte endlich Andreas nachgeben, und ebenso wie Raymund von Toulousefeierlich versprechen (1233): daß er die Juden und Saracenen nichtmehr zu Aemtern zulassen, nicht christliche Leibeigne in deren Besitzdulden, die Mischehen nicht gestatten und endlich sie zwingen würde,ein Abzeichen zu tragen. Denselben Eid, Andersgläubige zu demüthigen,mußten auf Geheiß des päpstlichen Legaten der Kronprinz Bela, derKönig von Slavonien, sämmtliche Magnaten und Würdenträger desReiches leisten ^).

*) Laronius s-ä. arm. 1231. Ho. 34, 41.

2 ) Das.. arm. 1232. Xo. 18 f.