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7 (1894) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 1. Hälfte
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Geschichte der Juden.

Juden und jüdische Gesellschaften hatten Landgüter bei Palma. Bei derEinnahme derselben nahm Jayme der Gemeinde und Einzelnen mancheBesitzthümer und schenkte sie dem Dominikanerorden. Auch die großeSynagoge wurde ihnen entrissen und in eine Kirche verwandelt, daserstemal auf spanischem Boden, daß der Staat Eingriffe in die heiligsteAngelegenheit der Juden gemacht hat.

Und überall gestaltete sich der von Jnnocenz ausgegangene feind-selige Geist, von den Dominikanern angefacht, zu harten Gesetzen gegensie. Auf zwei Kirchenversammlungen von Frankreich, in Rouen undbei Tours (1231 Z, wurden die judenfeindlichen Bestimmungen desLateran-Concils wiederholt, und auf der letzter» noch eine Beschränkunghinzugefügt, Juden nicht als Zeugen gegen Christen zuzulassen,weilvon den Zeugnissen der Juden viel Uebel entstehen"; solches wurdeals Grund angegeben. Es war ein Rückfall in die barbarische Zeitder spanischen Westgothen (Bd. V.^ S. 65); allein was dort zunächstfür getaufte Juden galt, wurde nun auf Juden überhaupt ausgedehnt.In dieser Zeit empfanden die Juden die über sie verhängte Ent-würdigung um so mehr, als sie auf einer Hähern Kulturstufe standenund mehr Selbstgefühl hatten als früher.

Die engherzige Gesinnung der Kirche gegen die Juden wirktewegen der ausgedehnten Macht des Papstthums seit Jnnocenz sogarauf die an den Ufern der untern Donau und der Theiß wohnendenJuden. In Ungarn waren sie sehr früh angesiedelt (Bd. V. ^ S. 328)und aus dem byzantinischen und chazarischen Reiche dahin eingewandert.Da es unter den herrschenden Magyaren auch viele Heiden undMohammedaner gab, so mußten die Könige gegen dieselben duldsamsein; ohnehin war ihr christliches Bekenntuiß nur oberflächlich, nochnicht in Gesinnung und Denkweise eingedrungen. In Ungarn hattendie Juden daher von jeher die Münzpacht des Landes und standenmit ihren deutschen Brüdern in Verbindung?). Bis in's dreizehnteJahrhundert waren die Juden, so wie die Mohammedaner auch Salz-und Steuerpächter des Staates und verwalteten überhaupt königlicheAemter Auch Mischehen zwischen Juden und Christen kamen häufigvor, da die Kirche noch nicht festen Fuß in diesem Lande gefaßt hatte.

tllnnsi vonoilis. D XXIII. x. 22g. Xo. 49 und x. 239. Xo. 31 33.

2) Lssxx. R. Me'ir von Rothenburg Nr. 9Ü3, 904, vergl. Zunz, zur Ge-schichte und Literatur S. 537.

2) Sendschreiben des Königs Andreas in Uaronins aunslss uck. au1233. Xo. 52: ckuäasos, Larnosnos non proüoisinns nosbrnsoarnsras rnonstas, salibua oollsabis vsl xubliois otüöiis, nso s-ssoois,-birnus xraslsotis sto.