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6 (1894) Geschichte der Juden vom Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027) bis Maimunis Tod
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389
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Note 11.

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Einziehen des Kopfgeldes, das Anstellen von Rabbinen, der Besitz eines allge-mein anerkannten Jnsiegels waren Prärogative des Exilarchats, die sich alsoSainncl angemaht haben muß.

II.

Ueber einige Maimuni's Flamen tragende Schriften.

Maimuni's Name war in seiner Zeit und noch mehr in der seinem Todeunmittelbar folgenden so sehr gefeiert, daß gewiß jedes von ihm hinterlasseneBlättchen mit Interesse stndirt worden ist. Wenn sich nun einige philosophischeOxrisenla, finden, die seinen Namen tragen, aber weder im zwölften noch imdreizehnten Jahrhundert benutzt und citirt werden, so darf man von vornhereinannehinen, daß sie nicht echt sind. Bei näherer Einsicht verräth auch ihr Inhaltdie Uncchtheit. Solche kleine Schriften sind:

1) rmpr.-m (gedruckt in Maimuni's Gutachtensammlung 1?ssr 1ia.-Oorx. 33), zwei Kapitel, angeblich an M's. Jünger Joseph b. Aknin gerichtet. Eskommen darin so viele Trivialitäten und eine so platte Moral vor, durchflossenvon Deutung der Tempelspmbolik und der Agada, daß unmöglich solche Abge-schmacktheiten von einem Weisen stammen können, der kein Wort zu viel zuschreiben pflegte.

-uw- N 2 U 2 (gedruckt Berlin 1846! mit einer nichtssagenden Einleitungund einem bevorwortenden Schreiben von Rapapvrt. Es ist aus dem Arabi-schen ins Hebräische von Isaak b. Nathan dem Frommen übersetzt worden.Obwohl darin der Llorslr (zwei Mal) und die dreizehn Glaubensartikel, wievon Maimuni selbst, citirt werden (S. 11, 12, 22), so ist es doch nicht minder-em untergeschobenes Werk, ein schlechter Abklatsch maimunischer Gedanken.Solche weitschweifige Plattheiten hat Maimuni niemals aus seiner Feder ent-lassen, auch nicht im hohen Alter, womit man es entschuldigen wollte.

3) o.-mou omr (abgedruckt mit dem Testamente Jchuda Jbn-

Tibbon's Berlin 1853). Es verräth sich schon dadurch als unecht, daß derangebliche Vater darin seineSöhne" ermahnt, während Maimuni nur eineneinzigen Sohn hatte. Es strotzt ebenfalls von moralisirenden Trivialitäten.

4) Ter erste Brief in der Maimuni'schen Briefsamnilung, angeblich anseinen Sohn Abraham, ist entschieden und durchweg unecht. Der Gedaukengangoder richtiger die Gedankenlosigkeit darin hat viele Achnlichkeit mit dem Opns-aulnrn Nr. 1. Die erbärmliche Allegoristik darin, daß Pharao dis bösen Be-gierden, Mose der göttliche Geist, Egypten der Körper und das Land Gosendas Herz bedeuteten, erinnert allzusehr an Levi von Villefranche, als daß manauch nur einen Augenblick in Zweifel darüber sein könnte, ob es von Maimunistammt. Die lügenhaften gehässigen Ausfälle gegen die französischen Rabbinen,daß sie in Bigamie lebten, in Genüssen und Stupidität versunken seien undAnderes sind Zeichen heftiger Parteileidenschaftlichkeit, wie sie nach Mnimuni'sTode ausbrachen und seiner ganz unwürdig. Da nun dieser Brief in Mai-muni's Namen seine früheren Werke citirt, und er überhaupt so gehalten ist,als wenn ihn M. verfaßt hätte, so sieht man daraus, daß sich dis After-philosopheu nicht entblödeten, ihre Machwerke unter seiner Firma erscheinenzu lassen.