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6 (1894) Geschichte der Juden vom Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027) bis Maimunis Tod
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Geschichte der Juden.

concil unter Alexander III. ihnen nur den Vorzug vor den Christen nehmenwollte. Sehr passend giebt unsere Chronik das Gesammtresultat wieder:212 pi > 2 . Alexander hatte selbst einen jüdischen Beamten, der sein

Finanzminister gewesen zu sein scheint, ein Enkel des berühmten Nathan Romi(Benj. von Tudela p. 8 ): u-v um iw 2 u'.ii (eiii 22 ' 2 bu) ur-> ic ,ii 2'2 ium' '1ii iL'u 12 ipi w '2 i'pr um urr.i n '22 U 21 . Nichtssagend und trocken klingt derExtrakt, den Zunz aus diesem Berichte gemacht hat (synagogale Poesie S. 25):In demselben Jahre (1179) erregte die Zusammenkunft französischer undspanischer Bischöfe unter der dortigen jüdischen Bevölkerung Schrecken." Esscheint fast, daß der berühmte Literarhistoriker die Tragweite dieser Notiz nichtgekannt hat. Uebrigens geht daraus hervor, daß die Juden im Voraus vonden in der Kirchenversammlung gegen sie beabsichtigten Anträgen in Kenntnis;gesetzt waren sonst wären sie nicht vorher in Angst gerathen. Wahrscheinlichhaben sie sich bemüht, dieselben zu paralysiren. Wir werden später dasselbeganz deutlich finden (Nr. 23).

7) Das Todesjahr des R. Serachja Halevi ist ebenfalls nur aus unsererQuelle bekannt, und daß das Datum genau ist, dafür bürgt die Akribie in denübrigen Punkten.

8 ) Ist weiter nicht bekannt.

9) Der pmi 721 c, von dem hier die Rede ist, war Raymond V., Graf

von St. Gilles und Toulouse, der Beförderer der provenyalischen Poesie, den

die Troubadouren Is bon üa^raouck nannten. Er starb Ende 1194 (bistoirsäs QauAUsäos III. 94) Darum muß das Datum >i"ip emendirt werden inOhnehin erfordert es die Reihenfolge der Daten in unserer Quelle. Auf152 kann nicht 135 folgen. Raymond V. war ein Gönner der Juden und hatteeinen jüdischen Beamten für seine Güter an Abba Mari, dem Vater des Vers,von Ittur (B. von Tudela p. 5): -< 2 u n'Lii (b '2 ie>i P 112 uipri wi:: 22 )

P-'I 712^.1 I'ps W. 1 ! prw' '1 12 ' 12 . Auch sein Sobn Raymond VI. war ein

Gönner der Juden und vertraute Juden öffentliche Aemter an. In einemSendschreiben des Papstes Jnnocenz III. an ihn machte ihm derselbe unterAnderem bittere Vorwürfe darüber (1207), daß er Juden zu Aemtern beförderte(coruruisisti äuäasis oltlcia publica), zur Schmach der christlichen Religion,(lüpistolas luuocsutii Q. X. sp. 69). Als Raymond vom Kreuzheer gegendie Albigenser besiegt wurde und auf dem Punkte stand, sein Land zu verlieren(1209), mußte er in sein Sündenregister, das er öffentlich zu verlesen gezwungenwar, auch den Punkt aufnehmen, daß er Juden Aemter anvertraut hatte: itsrulpuoä äuäasis publica, coruruisit o 6 lcia (bei Llausi Ooucilia XXII. 770).Darauf befahl ihm der Legat Milo zu schwören, daß er nie mehr Juden zuirgend einem Amte oder zu seinen Rathgebern zulassen, und die bereits Er-nannten entfernen werde: IlrAo ^lilo prascipio ut uuivsrsos äuäasosin tota tsrra st ab oruui aäiriiuistratious publica vsl privata xrorsuoaiuovsas, usc usipuaru sos ipsaru vsl aliam rsstituas, vsl alios äuäasos aliguaru aäraillistratiousiu aäruovsas, usc soruru cousilio ullo tsruporscontra Obristianos utaris (das. 782). Auch seine Barone und Vasallen mußtendasselbe schwören. Man sieht daraus, daß die Juden in Südsrankreich vorden Albigenserkriegen eine so hohe Stellung eingenommen hatten, daß derPapst nicht genug davor warnen konnte. Wenn übrigens in unserer Quellemit dem Tode Raymond V. der gewaltsame Tod mehrerer Juden in Beaucaire(i-'pii) zusammen erzählt wird, so scheinen beide Thatsachen in ursächlicherVerbindung mit einander zu stehen.