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6 (1894) Geschichte der Juden vom Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027) bis Maimunis Tod
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Geschichte der Juden.

Eleasar aus Toledo. Der Erstere, ein Freund des Dichters JehudaHalevi, verfaßte eine hebräische Grammatik in arabischer Spracheunter dem Titelder Schlüssel" (Nastssob), deren Werth unbekanntist; aus einem seiner Verse zu schließen, war er kein Meister darin.Auch seine Poesie scheint nicht sehr wohlklingend gewesen zu sein; dennein unparteiischer Knnstrichter beurtheilte seine Leistung und die seinesBruders folgendermaßen:Levi und Jakob, die Söhne Tabbän, dreschenVerse gleich Stroh" st. Sein Freund rühmte zwar Jbn-TabbänsMuse außerordentlich und sang von ihm:Wie sollte der Gesangnicht dein Wirken sein, bist du doch König des Liedes!" st. Indessensind solche Ueberschwänglichkeiten ans Rechnung der Freundschaft zusetzen, die gern den Mund voll nimmt. Man kennt indcß nur liturgischeGebetstücke von Jbn-al-Tabbän, von denen eines die innige Sehnsuchtder Seele nach ihrer himmlischen Heimath ansdrückt.

In einem Stücke schildert Jbn-al-Tabbäu die Leiden der Ge-meinde, die sie wahrscheinlich während der Kriege Alfonso's vonAragonien um Saragossa bis zu dessen Eroberung (1118) erduldethat:In die Gewalt von Herrschern, die wie Schlangen beißen, sindsie geliefert; es kamen Männer und raubten Frauen, wie es ihnengefiel. Wehrlos werden die Starken weggeführt, ruhelos irren sieals Flüchtlinge umher" st.

Abnlhassan Esra f?> Jakob b. Eleasar verfaßte ein gram-matisches Werkdie Vollendung" (Im - 8olmlew) genannt, worin er,nach einigen Bruchstücken zu nrtheilen, gute syntaktische Bemerkungenmachte. Um die Lesart des Bibeltextes festzustellcn, benutzte er denaus Hilla stammenden Bibelkodex (Lstsr Hillnli), der als alt undcorrekt galt. Ben-Eleasar wollte aber auch als Ritter für diehebräische Sprache auftreten, die, wie er klagt, von Arabern undarabisirenden Jude» wegen ihrer Armuth und Ungelenkigkeit verachtetund der arabischen nachgesetzt werde. Er wollte daher Nachweisen,daß sic mit der arabischen einen Wettlauf anzustelleu vermöge, unddichtete (1133) zu diesem Zwecke Sprüche und Epigramme. Aberseine Verse sind nicht im Stande, die hebräische Muse zu Ehren zubringen, sie sind lahm und aller Anmuth bar. Der Dichter MoseJbn-Esra, dem der Verfasser seine Verse zugesendet, spöttelte darüberin einem Gedichte, das wie Lob klingt st.

st Charisi Rs-olrlrsraoni Pforte III.

st Ormr Usoliiimä redigirt von Blumenfeld II. S. 81 83.

st Sachs a. a. O.

st Osar Usolrrrmä II. S. 159 ff. In M. Jbn-Esra's Poetik wird einName Abnlhassan Esra b. Eleasar erwähnt, der wahrscheinlich mit demGrammatiker identisch ist.