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6 (1894) Geschichte der Juden vom Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027) bis Maimunis Tod
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Raschi.

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Fremde zu obliegen. Er erzählt von sich selbst, in welchen dürftigenVerhältnissen er das Studium betrieb,in Mangel an Brod, entblößtvon Kleidern, und das Joch der Ehe tragend" Z. Hin und wieder,wahrscheinlich zu den Feiertagen, besuchte er seine Gattin, kehrteaber immer wieder nach den deutschen, oder wie es damals bieß,lothringischen Lehrstätten zurück. Im Alter von 25 Jahren (1064) ließ ersich bleibend in Trohes nieder. In seiner Bescheidenheit ahnte er nicht,daß man ihn schon damals als einen Meister im Talmud verehrte^).Nathan b. Machir, aus einer edlen Familie Machiri, richtete Anfragenan ihn über Punkte, die nur halb zum talmudischen Bereich gehören,und Raschi beantwortete sie gewandt und tief eingehend mit rührenderBescheidenheit, wie sie nur ihm eigen warst. Einem alten RabbinenR. Dorbal, der eine civilrechtliche Anfrage an ihn gerichtet hatte,entgegnete er, wie er, der Greis, denn darauf komme, von ihm, demJüngling, Auskunft zu verlangen; es müßte denn sein, daß er ausLiebe zu ihm ihn nur prüfen wolle, um sich der Antwort einesJugendlichen zu erfreuen st. In Raschi's ersten gutachtlichen Antwortenaus seiner Jugendzeit gewahrt man nicht den tastenden Neuling,sondern den gewandten, den Stoff beherrschenden Meister. Auchspendeten ihm seine Lehrer die schmeichelhaftesten Lobeserhebungen inihren Briefen an ihn. Isaak Halevi aus Worms schrieb an Raschi:Durch Dich ist das Zeitalter nicht verwaist, und solcher, die Dirgleichen, möge es viele in Israel geben." Er versicherte ihm, daß ersich bei jedem Reisenden von dort nach dessen Befinden erkundige undsich seines Wohlergehens freue 5). Isaak b. Jehuda redet Raschi indem Eingang eines Briefes an ihn an:Dem im Himmel Geliebtenund auf Erden Wohlgelittenen, der da beherrscht die Königsschütze(Talmud), um tief in das Verborgenste einzudringen"").

Sicherlich hat ihn die Gemeinde zu Trohes und der Umgegendzu ihrem Rabbinen gewählt, obwohl kein Zeugniß darüber vorliegt.Aber Gehalt bezog er keineswegs von diesem Amte. In der Zeit,in welcher ein ruhiger Schriftsteller von den Kirchenfürsten aus derZeit des Papstes Hildebrand (Gregor Vll.) schreiben konnte:Keinerkonnte im Reiche Bischof oder Abt werden, der nicht viel Geld be-st Raschi Ussponsu üi Obstes Uslrnornra, von Goldberg Nr. 1. S. 2 oben,st Das. Uuräss 34 u.

st Nssx. das. kommt auch inhaltlich in Uuräss 23 b vor.st Das. Nr. 12. Das Rssxonsuua kommt auch in Uuräss 23 und'Naräoebaä zu Obobn VII. Ans. vor. Der Herausgeber von Raschi'sLssxonss, hätte durch Vergleichung den verunstalteten Text seines Codexberichtigen können.

st Das. Nr. 13. st Das. 14.

Graetz, Geschichte der Juden. VI. 5