Jbn-G'anach.
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in dein ziridischen Staate. Es war ein freundlicher Sonnenblicknach vielen düsteren Tagen. Sie waren bei dem herrschendenStamm, den Berbern, noch beliebter als die stockarabische Bevölkerung,welche mit stillem Ingrimm die Herrschaft der Sinhagiten ertrug undihren Blick auf den Nachbarstaat Sevilla richtete, wo ein König ausarabischem Vollblute regierte.
Der Staatsminister und Rabbiner Jbn-Nagrela beschäftigte sichauch mit der Erforschung des Baues der heiligen Sprache, aber daswar seine schwache Seite. Er war über die von Chajug aufgestelltenRegeln nicht hinaus gekommen. Für die Verdienste seines Meisterswar er aber so sehr eingenommen, daß er für neue Leistungen kein Ver-ständniß hatte. Samuel verfaßte zweiundzwanzig Schriften über diehebräische Grammatik. Indessen wird nur eine einzige, „das Buchdes Reichthums" (Zolsr Im - Osolwr Z, als nennenswerth angeführt.Die übrigen waren wohl nur gelegentliche Streitschriften, die er gegenden größten hebräischen Sprachforscher Jbn-G'anach geschleudert hatte.Denn mit diesem lebte Samuel in Unfrieden. Dieser tiefste Kennerder hebräischen Sprache in alter Zeit, der nicht weniger eine Zierdeder spanischen Judenheit war als der Wesir Jbn-Nagrela, verdientein besonderes Blatt in der jüdischen Geschichte, zumal er eine langeZeit unbekannt und verkannt blieb.
Jona Marinus (mit dem arabischen Namen AbulwalidMerwan Jbn-G'anach, geb. um 995, gest. um 1050^) verdankteseine Heranbildung ebenfalls Cordova in der nachchasda'ischen Zeit,als der Enthusiasmus für Kenntnisse und die schwärmerische Liebefür die heilige Sprache die Herzen entzündet hatten. Sein Lehrerin der hebräischen Grammatik war der Menahemist Isaak JbnG'ikatilla und in der Poetik Isaak Jbn-Sahal (B. V.? S. 355).Die Arzneikunde erlernte er wohl an der Hochschule von Cordova,die der Chalife Alhakem ins Leben gerufen hatte. In seiner Jugendmachte Jbn-G'anach wie alle Welt damals hebräische Verse, vondenen ihm einige selbst später, als er einen besseren Geschmack undUrtheil hatte, nicht ganz schlecht vorkamcn. Aber er gab die Reimerei
Der arabische Titel dieser Schrift lautete Litab al-IstaAllnaa, (Munkdas. 107, Note 1, und Ersch und Gruber Encyclop. II. B. 31, S. 57, Note86, 87). Diese grammatische Schrift verfaßte Samuel bereits als Staatsmann,denn er erwähnt darin R. Hat als eines Verstorbenen, also nach 1038.
2) Das Biographische und Literaturhistorische über Jbn-G'anach ist zu findenbei Munk in dessen klassischer dlobios snr ^.bonlvvaliä Ibn-Ujanali; in Kirch-heim's Einleitung zu 8. Räüuaaü und in Ewald's und Dukes Beiträge I. und II.Ueber die Zeit seiner Schriftstellerei vergl. Note 3, II.