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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

gewichen sind (S. -1331. Verfolgen wir diese Angabe. Zuerst wollen wir uns

mit dem Namen beschäftigen. Levi b. Jephet giebt an, daß die Anan iten so

genannt worden, weil sich sich an Anan hielten: ip ivu oni v'iipn iivu iv-uo;ip ni. Er unterscheidet sie von den Karäern: iw -pbn rnvwn wnv'^ipn poi (citirt bei Pinsler S. 92). Abulfarag Jehuda spricht eben-falls von Ananiten: ->iipi um w o-mipn pm v» 121.1 iw cpbi ui>i.

Auch Abulfarag Barhebräus nennt die Karäer Ananiten u'iip (vergl. o.S. 389). Makrizi hat aber eine wunderliche Notiz, nach welcher gar zwischenAnaniten und Karäern ein wesentlicher Unterschied bestünde, indem dieLetzter» eine ältere Sekte gewesen, und Anan zugleich gegen sie und die Rab-baniten aufgetreten wäre: pmi^i-ui piu^iim ;v iii'°iu ii>p uv 'ui (pup) uniipv uv r>bui> (bei äs 8ao^ Ollrssborn. I. 108, vergl. 167). Aus einer Notizbei Salmon b. Jerucham (o. S. 430) könnte man andererseits urgiren, daß dieKaräer erst später auftraten, erst nach Benjamin Nahawendi: inu pp ibimll'ui^pi ii>ini inn pv'w 1^- Indessen muß man hier ergänzendie

späteren Karäer" omiiui wuipi), wie die Parallelstelle bei Jakob b. Reuben

lautet. Auf Makrizi's Angabe ist nun gar nichts zu bauen. Es lag ihm oderseiner Quelle daran, so viel Sekten als möglich dem Judenthume zu vindiciren,damit die mohammedanische Sage in Erfüllung gehe, daß das Judenthum 71Sekten habe, und so wurden Ananiten und Karäer in zwei gespalten. In Wahr-heit aber waren beide ursprünglich identisch. Ich kann Pinsker's Ansicht nichttheilen, daß die Karäer ursprünglich von den Ananiten verschieden wären undsich erst nach und nach unter Anan's Fahne des Antitalmudismus geschaarthätten (I-. L. Text S 18 ff.). Benjamin Nahawendi kennt nur Karäer >°?>wUlpv im Gegensatz zu Rabbaniten (s. weiter unten); eben so stellt der jedenfallsältere Karäer Nissi b. Noach: iiui,pvi >i>pw in Gegensatz zu mui-e-v w>w (beiPinskcr I. o. 40). Die früher prornisons gebrauchte Benennung Ananiten undKaräer scheint erst später differenzirt worden zu sein, als ein Theil derKaräer Rabbanitisches aufgenommen hatte. Diese mögen dann Ananiten genanntworden sein, weil auch den Späteren sine dunkle Ahnung vorschwebte, daßAnan noch zum Theil im Rabbanismus gesteckt hat.

Die Namen von Anan's unmittelbaren Jüngern läßt sich kritisch nichtmit Sicherheit sixiren. Das liülrun iau-Xaruirn stellt. drei derselben auf:b-.uLi (immu) 11112 'ii univ "n unu 'i i'iwim pp n« 2 i (aus einer Handschriftbei Pinsler Beilagen S. 186 Anmerk, und corrumpirt bei Wolf aus einemLeydner Codex LidlioÜrses, IV. 1070). Auch Simcha Luzki nennt diese Namenin seinem Katalog der karäischen Autoritäten: unv i"m unu ' 11.1 i'i'vi.n ppiiiimu 'im. Indessen ist nicht allzuviel darauf zu geben. Denn R' Acha,welcher hier als unmittelbarer Jünger Anan's aufgestellt wird, ist kein andererals R' Nissi b. Noach, wie er selbst in seinem erhaltenen Werke seinenDoppelnamen angiebt (bei Pinsker, Text S. 37): 12 uii i»n pu 2 ni >oi >iunu 'i uipii uud weiter: unu 'i 111211 ni >c>i >iu^). Acha Nissi b.Noach muß aber, wie sich weiter zeigen wird, viel später als Anan, ja wahr-scheinlich nach Benjamin Nahawendi gelebt haben. Da nun dieserdurchaus nicht zu Anan's unmittelbaren Jüngern gezählt werden kann, so wird

i) Simcha Luzki (in seinem Katalog, der einem ältern in n-uipn pi^n ent-nommen ist), zerreißt die zwei Namen und macht zwei Personen daraus, vondenen er ni p mi nach Jephet setzt, wie denn überhaupt sein Katalog sehr ver-worren ist.