Druckschrift 
5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
Entstehung
Seite
399
Einzelbild herunterladen
 

Note 13. 399

di-Baba (oder auch der erste Resch-Kallah) die Anwartschaft hatte, daß aber dieBestätigung dein Exilarchen zustand. Dadurch ist Scherira's Anklage gegen die.> Willkür mancher Exilarchen verständlich, sie bestand darin, daß dieselben außer-, halb der Rangstufe Schulhäupter ernannten.

, Die Amtseinsetzung der Gaonen von Sura und der Schulhüupter von

Pumbadita geschah ebenfalls mit einem feierlichen Ceremoniell (Nathan): ,221

* mm P222V2 1112 V»ib PV1PV 7112 li 11VP1 22122 p 2.12 INN 1221-V2.112-V' 2122 12

I'b» 111» P1-112 1'»V 1111 1222 P11. Jede der beiden Hochschulen hatte einCollegium um sich, dessen Zusammensetzung und Stufenreihe aus Nathan'sBericht und dem Bruchstücke eines Nssxousuiu vom Gaon Amram b. Scheschnaerkennbar sind. In der ersten Reihe vor dem Metibta-Haupte saßen zehn Männer,wovon sieben den TitelHäupter der Lehrversammlung" führten, unddreiGenossen" hießen (Nathan): iiVp 1-22(1 22-1- ii-V- V»i iii-V- 112 in

1'2s( 1'2V1'V 11VP.11 12-V-1 V»1 i» 2.1-221 »2P Nil 1»1P2 »-11 2-V2»

2'121 NVIVI 1112 -V»1 212 (.1P2V l.). Jeder der sieben Resch-Kallah hatteunter sich zehn untergeordnete Glieder, die den Titel 2-211» (Lehrer) führten.Diese Siebzig, welche in sieben Reihen zu je zehn sahen, bildeten das großeSynhedrin (Nathan): iiVp (p 11122 212 11» (22- mim >V»i 222- i»ip: lub-

1111V 1 21V P11122 2-P2V11 .2-Lli» 2'»1P2.1 211 ;-111221 P2. Das

Verhältniß der drei 2-121, und ob sie auch untergeordneten Gliedern vorstanden,ist bei Nathan nicht klar. Aus dem Eingänge des genannten gaonäischcnRosxon8u.ru läßt sich aber entnehmen, daß es im Lehrhause neben dem großenSvnhedrin auch ein kleines gegeben hat. Bestand das Große aus 70 Mit-gliedern, so mußte das Kleine mindestens 23 haben. Dieses war nun sicherlichzusammengesetzt aus den drei 2-121 und wahrscheinlich mindestens zwanzig- untergeordneten Gliedern. Das Rssxousuiu nennt diese -2172 22, eine räthsel-

^ Hafts Benennung. Die Stelle lautet: (27 »>212 »121 »12-12 V-i » 2 - 2 -V 12 212p

2-211M 2-12221 2-1P- »2l(p12 12-122 2-111 (»1V- 1'2 ,12'1» 1»VI 111-1-2111 1221

2-21221 2-221 1221 1°,2 -V-1 121 »221 »2"1 12p 21 1221 -222 2l(v> 1l2p -12-2L1

1»V21 122p -11.12 2 2 1P22 2.1V -21'p -22 P21 lbl12 -11122^ 21P22 21V

1 1»1P1 12-1P 12-2S2 2li»VV 1l(»V1 . 1712 12-V-2V 2-221 - 1 - 2(111 2 ' » 2 11 ') 2-221

' 2-1-221 (21 2-2211 2-->l2»1 1'1 1-2 2» 12'2e( 2-2VI-V2 12>2°>2 211» (mitgetheilt

i von I^ULWtbo in dessen Sammelwerk Lsb iru-O^s-r x. 48). Dabei ist zu be-

s merken, daß Amram Gaon hier die 2-211» Ordinirte nennt (2-21221 2-221);

< daraus würde folgen, daß die -2i-p -22 nicht ordinirt waren. Bemerkenswerth

; ist noch, daß nach Nathan's Bericht, die Stellen der lIsseLs Lails-Ir, der

i OstsHsriru und der ^.lluüiu erblich von Vater auf Sohn übergingen: i-i 721

7 12 2V1-I 1-2» 21P2 V11- 121P2 1» »1221 p l( V-1 1172 -V»12 11» 1222 2» 22122

1 .1121 ;i°>2 (p 2711 P12 11» P»1 2-121.1 P2 PI 2-2V2 ;2P 1-1 l('2»1

A

^ *) Daß dis Collegienmitglieder der zwei Hochschulen sich als Synhedr Isten

( betrachteten, bezeugt auch der karäische Polemiker Abulsari Sahal in seinem

z Sendschreiben: 2iipi( 2iiVv2 1212 iV» -1 2p -2.1221 2-pm p V- -2 P.21V1 -2» pn-i

( 2-121 P2 212P1 111V7 st:»h 212V1 21-2 (»1V- -12 i» 2-»2 z-11122 21 -2 2'121»1

,! (Pinsksr I-ilruts Beilage III. S. 32).

H "> 2-»2i bedeuten im Talmud Gelehrte, welche die Mischnah und die Bo-

i raitas ausivendig kannten; es waren lebendige Mischnah-Exemplare, die den

j Mangel an Geschriebenen ersetzen. Man sprach sogar in der talmudischen Zeit

H verächtlich von diesen Gedächtnißmenschen. Auffallend ist es, daß 2>»2i noch in

der gaonäischen Zeit vorhanden waren. Denn auch Nathan spricht von solchen:

s .-»21 p 111 1») 111212-V 12V 2- »2171 2'1'27l( 1.12-V- -V2» 727 212 »112 12'V' V»1