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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

Sein Sohn Hach obwohl erst ein Dreißiger, war so beliebt, daßman ihm zu Ehren als Schlußstück der Sabbatvorlesung die Stelleaus dem Pentateuch hinzufügte, wo Mose sich vom Herrn einen wür-digen Nachfolger erbittet, und anstatt der üblichen Prophetenstelle lasman die Erzählung von David, wie er seinen Sohn zum Nachfolgersalben läßt. Zum Schluß setzte man die Worte hinzu:Und Hai saßauf dem Throne seines Vaters Scherira, und seine Regierung war sehrbefestigt" Z.

Von den Juden Syriens, Palästinas und Egyptens schweigendie Chroniken der Zeit, sie waren für die geschichtliche Triebkraft voll-ständig abgestorben. Die um etwas gehobene, politische Stellung,welche ein syrischer Jude unter einem fatimidischen Chalifen einnahm,war nur von kurzer Dauer. Alaziz, der dem Namen nach auch überPalästina und Syrien herrschte, aber die Gewalt mehreren Aben-teurern, welche sich der bedeutenden Städte und ganzer Distrikte be-mächtigt halten, überlassen mußte, hatte in Syrien einen Inden NamensManasse Jbn-Kazra und einen Christen Namens Jsa als Statt-halter eingesetzt (990). Beide legten es darauf an, ihre Glaubens-genossen zu Aemtern zu befördern und die Mohammedaner zu ver-drängen^). Es war dieses im Sinne des Chalifen; denn die Moham-medaner Syriens, dem sunnitischen Glaubensbekenntniß zngethan, warender fatimidischen Dynastie, die ihren Ursprung auf Ali zurückführteund die Sunna (Tradition) verwarf, nicht hold. Indessen ließen sichdie jüdischen und christlichen Beamten mancherlei Bedrückungen zuSchulden kommen und machten die mohammedanische Bevölkerung ineinem hohen Grade unzufrieden. Aber Niemand wagte eine Klagegegen die Günstlinge des Chalifen laut werden zu lassen. Nur einearme mohammedanische Frau hatte den Mnth dazu. Bei der An-wesenheit des Alaziz in Syrien schrieb sie auf ein Täfelchen:BeiGott, der die Macht der Christen durch Jsa und die Macht der Judendurch Manasse Jbn-Kazra erhöht und die Mohammedaner erniedrigthat, beschwöre ich Dich, daß Du ihre Bedrückungen untersuchen mögest".Dieses Täfelchen warf sie Alaziz zu. Der Chalife, von der sonder-baren Art betroffen, setzte die beiden Beamten ab und warf sie in'sGefängniß.

Von der Hinfälligkeit, Verknöcherung und dem Greisenalter derinnern Verhältnisse der Juden im Morgenlande wendet sich der Blickfroh zu der Frische und Jugendlichkeit der Gemeinden am Guadal-

') Abudirham. Vsn. x. 70 o.

2) DLr-HsdrÄSirs Ollron. s^rig.er>.lli x. 240.