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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

seinen Functionen und räumte ihm einen sehr hohen Rang als Staats-diener ein*). Alhakem zog nicht weniger Nutzen als sein Vater vonChasdai's überlegener Gewandtheit. Ein jüdischer Sänger preist seinediplomatischen Siege mit folgenden Worten:

Mit Gottes Beistand siegte er wie ein Held

Und eroberte durch der Rede Gabe Länder und Städte

Ohne Schwertstreich und Lanzenwurf,

Demüthigte den Feind, vermöge seiner Klugheit.

Panzerträger, Speereschleuderer, SchwerterhalterBeugen sich demüthig, entfliehen vor ihm^).

Angeregt durch das Beispiel der zwei, Geistesstrebungen huldigendenChalifen, unterstützte auch Chasdai im jüdischen Kreise mit großer Frei-gebigkeit die Talente, und ihm gebührt der Ruhm, die Blüthe der anda-lusisch-jüdischen Cultur entfaltet zu haben. Er zog begabte Forscherund Dichter nach Cordova in seine Nähe, und diese belohnten ihndadurch, daß sie ihn durch ihre Lieder und ihm gewidmete Schriftwerkeverewigten.

In Hispania weit und breitWard betrieben zu Chasdät's ZeitDie Pflege der Weisheit.

Und sein Lob ward besungenVon beredten Zungen'")

Von den Forschern und Dichtern dieser Zeit werden nur viernamhaft gemacht: Menahem b. Saruk, Dunasch b. Labrat, Abbunb. Sardah und SamuelZ, von denen jedoch nur die zwei erstenbekannt geworden, mit dem jüdischen Minister Chasdai in Verbindungstanden und von ihm gefördert wurden. Beide haben die hebräische

t) Jbn-Abi Osaibija, mitgetheilt von Munk in ^.rolüvss IsraslitssJahrg. 1848 x. 326.

2) Ben-Saruk's Jünger bei S. D. Luzzatto Dst lia-O^ar x. 24 a. siund PH. Luzzatto dlotios sur ^.bou-äousouk Hasäui x. 69.

2) Charisi Makame 18, nachZedner's Auswahl" übersetzt.

*) Ders. Makame 3. Die Satyre eines Msnahemiten, mitgetheilt vonDukes Orient Jahrg. 1850, Literbl. ool. 267 und dUolml Lsäurwiva I. 7,vergl. das. S. 1, das Citat vor Saadia Jbn-Danan. Dunasch selbst beruftsich in seiner Polemik gegen Menahem (Isseirubot. ssälixovsiri p. 73, 76,77) auf zeitgenössische Dichter, und citirt einige Verse von ihnen, wovonein Citat aus einem Lobgedicht auf Chasdai und ein anderes auf dis Weisheit.Diese Gedichte stammen also weder von Dunasch, noch von Menahem b. Sarukund folglich gab es zu dieser Zeit noch andere Poeten, die sogar metrischgedichtet haben.