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Geschichte der Juden.
einen Eingriff in ihr verbrieftes Recht, und der Eigenthümer verlangtedie Auslieferung der ihm entlaufenen Sklavin. Da Agobard sich aberdessen weigerte, wandten sich die Juden an Eberard, den Meister derJuden, und er war sofort bereit ihnen kräftig zur Seite zu stehen.Er drohte dem Bischof, falls er nicht die Sklavin ihrem Herrn zu-rückerstattete, würde er vom Kaiser eine außerordentliche Commission(Nissi) mit. Machtbefugniß versehen kommen lassen, die ihn durchStrafen zur Auslieferung zwingen würde. Das war der Anfangeines Streites zwischen Agobard und den Juden, welcher sich mehrereJahre hinzog, zu vielen Verdrießlichkeiten Anlaß gab und zur Folgehatte, daß Agobard zuletzt seines Amtes entsetzt wurde. Es handeltesich für Agobard nicht um diese Sklavin, sondern um Aufrechthaltungund Behauptung der die Juden beschränkenden kanonischen Gesetze.
In der Verlegenheit zwischen den Eingebungen seines Juden-hasses und der Furcht vor Strafe, wandte sich Agobard an die Ver-treter der kirchlichen Partei bei Hofe, an Wala, Abt von Corveyund Hilduin, Abt von St. Denis und Erzkanzler, von denen er wußte,daß sie die Kaiserin und ihre Günstlinge, die Juden, gründlich haßten.
gendes erwogen werden. Bouquet setzt die „Ocmsrätatio a.ä ^äsllmräsw,1VaIs.m st Os1isg.efbs,r" vor dem Jahre 826, als dem Todesjahre des AbtesAdalhard von Corvey (Nsousil IV. p. 385. Note), und das Sendschreiben anden Abt Wala und Hllduin (spüstola. aä proosrss kalatii) ins Jahr 828.Allein gerade die letzte Schrift scheint Agobard's erste Streitschrift ge-wesen zu sein. Denn in derselben setzt er die Geschichte von der getauftenSklavin als etwas Unbekanntes auseinander; mmo autsm sa-usam üiffuspsisssutioms — ms vobis siAmtmants — soZllosesrs äiAns-mmi (sä.Lalim x. 192). In dem erstgenannten Schreiben, der sonsrätatio dagegensetzt Agobard das Factum als bekannt voraus: xra.sla.ts. äs ssnss. (das.x. 191). Der Adalhard in diesem Schreiben braucht nicht gerade der Abt vonCorvey gewesen zu sein, da es mehrere hochgestellte Personen dieses Namensunter Ludwig gegeben hat. Hingegen da Wala in dem Sendschreiben s.äxrossrss „Abt" titulirt wird, so folgt daraus, daß es nach 826 geschriebenwurde, da dieser diesen Titel erst nach dem Tode seines Bruders Adalhardvon Corvey erhielt. Die Schriften äs snäursis supsrstitiombns und äsmsolsntia. äuäasorum, beide gleichzeitig, die letzte von Agobard allein unddie erste von ihm und den Bischöfen Bernhard und Eaof verfaßt, setzt Baluzmit Recht in das Jahr 829, weil darin die Kirchenversammlung zu Lyon überdiesen Gegenstand erwähnt wird, und diese fand 829 statt. Hingegen scheintdie Schrift aä Hidriäium dem Concil vorangegangen zu sein, da sie das Zustande-kommen eines solchen veranlassen will. Die Reihenfolge der Agobard'schenjudenfeindlichen Schriften ist demnach: 1) Oxistols. s.ä xrossrss fka.Is.tiichValsm st Oiläum; 2) Ocmsräts.tic> a.ä proosrss; 3) 2^.ä Mbriäium; 4) und5) Os suäaiois supsrstitioräbns und äs mscäsntia. äuäasorum. DieseSchriften sind deutsch übersetzt worden von Or. Emanuel Samostz, Leipzig, beiHunger 1852.