Achal aus Schabcha.
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Spaltung gefördert. Die Exilarchen regierten mit empörender Willkür.Sie setzten die Schulhäupter ab und ernannten solche, die nicht völligwürdig für dieses Amt waren. Nach National Mar-Janka's Tod (um730)kehrten unter seinem Nachfolger Jehud a die ausgewanderten Gliedernach Pumbadita zurück. Der Exilsfürst Chasdal war ebenfalls ge-storben, und seinen Platz nahm sein Sohn Salomo ein (um 730—761).In Sura war aber nach dem Tode des Gaon Jakob ein solcherMangel an fähigen Personen eingetreten, daß der Exilarch genöthigtwar, gegen den Brauch, die Stelle mit einem Pumbaditaner Marb. Samuel zu besetzen (733 — 751). Während seiner Zeit und derseines Nachfolgers MLri Hakohen (751—759), fungirten in Pumbaditavier Schulpräsidenten nacheinander*), von denen der dritte, Natrojaus Bagdad — das bald nach seiner Gründung (um 758) eine jüdischeGemeinde hatte —, widerrechtlich vom Exilarchen eingesetzt wurde.Die Nachfolge gebührte nämlich dem Gelehrten R' Ach al aus Schabcha,dem jener Natroj vielfach untergeordnet war. Gekränkt über die er-fahrene Zurücksetzung, wanderte R' Achal nach Palästina aus.
Alle diese Schulhäupter des ersten gaonäischen Jahrhundertshaben sich durch nichts Besonderes ausgezeichnet. Sie fungirten inalthergebrachter Weise wie ihre Vorgänger, die Saburäer, legten denTalmud aus, leiteten die jährlichen Versammlungen und beantwortetendie eingelaufenen Anfragen. Selbst die dankbare Chronik, welche derenNamen und die Dauer ihrer Funktion gewissenhaft überliefert, weißnichts von ihren etwaigen Leistungen zu erzählen. Nur ein einzigesliterarisches Erzeugniß ist aus ihrer Mitte hervorgegangen. Jener R'Achal, welcher wegen Zurücksetzung bei der Wahl für das Präsidium derpumbaditanischen Hochschule nach Palästina ausgewandert ist, schrieb191 Vorträge, gemischt aus Halacha und Agada nieder (um 760),geordnet nach der Reihenfolge der pentateuchischen Vorlesungen. JederVortrag ist durch bekannte halachische und agadische Voraussetzungeneingeleitet, und daran schließt sich eine Frage für praktische Fälle,die aus dem reichen Material des Talmud beantwortet werden. DerHaupteutwicklung der Frage geht ein Segensspruch voran: „Gepriesensei der Name des Heiligen, der uns die Thora und die Gesetze durchunseren Lehrer Mose gegeben hat, um das Haus Israels zu belehren"Wegen der Frageform — welche für Vorträge überhaupt sehr beliebtund in den Lehrhäusern üblich war — führt R' Achals Werk den
*) Mar-Josef b. Chutanai, Samuel b. Mari, Mar-Natroj Kahanab. Emuna und Abraham Kahana (739—761). Scherira Sendschreiben S. 39.
2) Vollständig erhalten ist diese Segensformel in Scheeltot Nr. 1 und 64,unvollständig in Nr. 66, 121, 145, 154, 165, 166, 170.
Graetz, Geschichte der Juden. V.
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