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Geschichte der Juden.
Apostel in ihrer Polemik gegen sie geltend gemacht worden. Dannbehauptete er, wenn es richtig ist, daß der Messias mit dem sechstenZeitalter der Welt im Zusammenhänge stehe, so dürfe dieses nichtnach Jahren und Jahrtausenden berechnet, sondern müsse nachGeschlechtern und Generationen gezählt werden. Nun seien vonAdam bis Jesus, nach dem Matthäus-Evangelium, fünf Generations-gruppen abgelaufen, von Adam bis zur Sündfluth, von da bisAbraham, vom ersten hebräischen Patriarchen bis zum König David,von ihm bis zum babylonischen Exile, und endlich das fünfte Zeit-alter reiche vom Exile bis Jesus. Mit ihm habe demnach das sechsteZeitalter begonnen. Endlich geht Julian weiter zu behaupten, Jesussei, selbst nach Jahren gezählt, im sechsten Jahrtausend geboren, wennman sich an die Zahlenreihe der Patriarchen von Adam bis Abrahamnach der Zählungsweise der griechischen Uebersetzung (Septuaxinta)hält. Allerdings weiche das hebräische Original der Thora von dieserZahlsumme bedeutend ab. Nach demselben fehlt über ein Jahrtausendvon Adam bis Jesus. Das giebt Julian zu. Allein er hilft sichmit der Behauptung, auf die griechische Uebersetzung der Thora seideswegen mehr zu geben, weil die Uebersetzer vom heiligen Geiste beiihrem Werke inspirirt waren, und demnach, wenn auch vom Buchstabenabweichend, die innerliche Wahrheit aufgestellt hätten. Oder er schließtsich der Ansicht des Kirchenvaters Augustin an, welcher meint, dieJuden hätten, um dem Erscheinen Jesu im sechsten Jahrtausend dasGewicht zu benehmen, die Zahlen im hebräischen Original gefälscht,damit weniger herauskomme und behauptet werden könne, die Erfüllungder Zeiten sei nicht eingetroffen *).
r) Das. B. III. x. 629 X. 8io suiru äivit (XuZustiuus): luguiuut, nonesss orsäibils ssptuu^iuta. iutsrxrsbss, gui uuo siruul bsrnxors, uuogusssusu iubsrprstss lusruut, srrars piobuisss, aut ubi uibil soruru iutsrsrs.b,voluisss insubiri, lluäasos vsro, äuiu uobis iuvicisub, rnutusss guusäumin ooäivibus suis, ul uosbris rainusrabur autoritas. Diese Behauptung,die Juden hätten in der nachchristlichen Zeit die Zahlen der Lebensjahre in derPatriarchentafel der Genesis gefälscht, was auch von syrischen Kirchenschrift-stellern geltend gemacht wurde, ist barer Unsinn. Damals waren bereits Copiender Thora in drei Erdtheilen verbreitet, und eine so frappante, conseguenteAenderung war nicht möglich. Die griechischen Uebersetzer der 8sxb. habenallerdings kein Interesse an der Fälschung gehabt, aber wohl christlicheAlexandriner in den ersten Jahrhunderten der Kirche. Ich habe in einerAbhandlung nachgewiesen, daß die Fälschung der Zahlen in der I-XX.gerade zu Gunsten des Dogmas geschehen ist, daß Jesus mit dem Ablaufedes sechsten Jahrtausends erschienen sei: Fälschung im Texte der 8sxbus.Aiuta,in Frankens Monatsschrift, Jahrgang 1853, S. 436 ff. und 1854, S. 121.