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Geschichte der Juden.
Bald sollen Israeliten, welche Josua zur Bekämpfung der Amalekitergesandt hatte, sich in der Stadt Jathrib (später Medina) und inder Landschaft Chaibar (4 — 5 Tagereisen im Norden von Jathrib)zum Theil niedergelassen haben. Bald sollen die israelitischen Kriegerunter Saul, welche den schönen, jungen amalekitischen Königssohnverschont haben, und von dem Volke wegen ihres Ungehorsams ver-stoßen worden wären, nach dem Hegas (Nordarabien), dem Wohnsitzeder Amalekiter, zurückgekehrt sein, und sich dort angesiedelt haben.Auch unter David soll eine israelitische Colonie nach Nordarabiengekommen sein. Der unglückliche König, der vor seinem ehrgeizigenSohne entfliehen mußte, habe sich nach Hegas gewandt, dort einigeJahre bis Absalom's Tod geweilt und jüdische Ansiedler dort zurück-gelassen *). Möglich, daß seefahrende Israeliten unter den mächtigenKönigen Juda's, welche auf dem rothen Meere nach dem GoldlandeOphir steuerten, in Südarabien (Jemen, Himjara, Sabäa), in denbedeutenden Handelsplätzen Mariba, Sanaa (Usal) Faktoreienfür den Tauschhandel mit Indien angelegt und eine jüdische Coloniegegründet haben. Die späteren arabischen Juden wollten aber vonihren Vorfahren gehört haben, daß viele jüdische Flüchtlinge bei derZerstörung des ersten Tempels unter Nebukadnezar nach Nordarabiengekommen seien ^). Ganz zweifellos ist es indeß, daß die Kriegezwischen Juden und Römern der arabischen Halbinsel eine jüdischeBevölkerung zugeführt haben. Jene todesmuthigen Zeloten, welchenach der Einäscherung des zweiten Tempels sich zum Theil nachEgypten und Kyrene geflüchtet haben, um dort den verzweifeltenWiderstand gegen Roms Knechtung fortzusetzen (B. 111^ S. 552 f.),haben sich in zersprengten Scharen auch nach Arabien gewendet, wosie ihren Freiheitssinn und ihre kriegerische Haltung nicht aufzugebenbrauchten. Von diesen Flüchtlingen stammten drei jüdisch-arabischeStämme, die Benu-Nadhir, die Benn-Kuraiza und die Benu-Bachdal, von denen die beiden erstern aaronidischer Herkunft warenund sich daher Kohanim (Llkabinani) nannten^). Noch ein andererjüdischer Stamm war in Nordarabien ansässig, die Benu-Kainukaa,
') Die Quellen dieser Sagen, Mohammed Abulfarag's Lit^d 241-^.Aliani,Hzultsäs, lüstoris, a,räsisls,vaiti<:g. und Ibn-Hrs-Iäuir sind angegeben vonOsmssin äs l?srosvsl: ssssä sur 1'Iiisboirs äss l^iLdss II. p>. 642 f.
2) llladsri mitgetheilt von äs 8a.o^, msvaoirs äs l'^oaäsnais äss in-ssiixtions lll LQVIII. p. 670. ^dultsäs, und Idn-Llisläun bei Oaussinäs Lsrssval das. 644.
3) Libad ^.1-L.ZÜE und Ibn-Lüsläun bei demselben 645 f. Ibrs-ütra.Üa-Isbi bei Weil: Mohammed der Prophet S. 413 zu Anmerkung 144.