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Geschichte der Juden.
sechste Jahrhundert sich der griechischen Sprache bedienten, in Veziers(Literrao) und in der narbounensischen Provinz, wo sie in so großerAnzahl vorhanden waren, daß ein Berg bei Narbonne nach ihnen bekanntwar (wons juäaiousff. Das narbonnensische Gebiet gehörte einegeraume Zeit hindurch zum westgothischen Spanien, und daher nimmtdie jüdische Geschichte dieses Landstriches Theil an allem Geschickswechselihrer Brüder jenseits der Pyrenäen.
Unbeschränkt trieben die Juden des fränkischen und burgundischenReiches Ackerbau, Gewerbe und Handel. Sie befuhren mit eigenenSchiffen die Flüsse und das Meer ff. Auch die Arzneikunst übten sieaus, und die jüdischen Aerzte wurden auch von den Geistlichen zuRathe gezogen, welche sich nicht ganz auf die wunderthätige Heilungder in Krankheitsfällen gesuchten Heiligen und Reliquien verlassenmochten 2). Die Juden verstanden auch die Waffen zu führen undnahmen lebhaften Antheil an den Kriegen zwischen Chodwig und denFeldherrn Theoderich's bei der Belagerung von Arles (508 ff. Diegallischen Juden führten neben den biblischen auch die landesüblichenNamen Armentarius, Gozolas, Priscus, Siderius, Sie lebtenmit der Bevölkerung des Landes im besten Einvernehmen, und eskamen sogar Ehen zwischen Christen und Juden vor. Selbst christlicheGeistliche ließen sich's an jüdischer Tafel wohlschmecken und ludenauch ihrerseits Juden zu Gast. Bei dem Tode des beliebten BischofsHilarius von Arles, welcher dem römischen Bischof gegenüber Selb-ständigkeit zeigte, waren die Juden ebenso betrübt, wie seine Diöcesau-Kinder, weinten an seinem Grabe und vermischten ihre hebräischenTrauergesänge mit den kirchlichen Litaneien. Andere Kirchenfürstennahmen jedoch Anstoß daran, daß die Juden sich bei christlichen Gast-mählern mancher Speisen enthielten, die ihnen ihre Religionsvorschriftenverboten. Darum untersagte das Concilium zu Bannes (465) denGeistlichen, an jüdischen Gastmählern Theil zu nehmen, „weil es un-würdig sei, daß, während die Christen die Speisen bei Juden genießen,diese die Speisen der Christen verschmähen und es den Anschein habe,als wenn die Geistlichen niedriger ständen als die Indens. Aberdieser Concilbeschluß drang nicht durch; die kanonische Strenge vermochtenichts über den freundlichen Verkehr. Daher mußte das Concilium
ff Bei Dsugnst rsousil äso bistorisus äss (Inrckss 1 IX. S. 522.2) Folgt aus Gregor von Tours äs ^loris, oonlsssorn.in e. 97.
Folgt aus demselben Schriftsteller bistoria l?rLneoraiia V. 6.ff O^xrianas vils. Oassnrii apuä Lurinrn.
ff Oonoiliniri Vs-nstivnrn s. XII. bei Nansl vonvilis, N. VII 954.