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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Geschichte der Juden.

obgleich auch diese als Vertretung der selben angesehen wurde. Aus diesemGrunds wird auch in Mischna und Tosifta nie die Erwähnung des Tagesopfers^sondern nur or.n nvnp als ein charakteristischer Theil des Mussafgebetesbezeichnet ^).

Die Einführung der Opferlegende in das Mussafgsbet und damit auch eineneue und von dem entsprechenden Morgengebete abweichende Form desselbenist erst durch Nab geschehen, ursprünglich zwar nur für besondere Fälle; dochwurde dis Einrichtung bald allgemein*). Die Opfereinschaltung in das Mussaf-gebet forderte auch eine entsprechend einleitende Gebetformel, die sicherlich vondemselben Meister ausging"). Nab verdanken wir di» einleitenden Stücke zuUalobijot Liebronot und Lobotarot im Mussafgebete des Neujahrsfestes^).Von ihm stammt auch die Einleitung zum Sündenbekenntnis (nin) am Ver-söhnungstage o7r- 'n piv .non"). Die Einführung von rnip.n und

1- swL.-i für die zehn Bußetags geschah auf Nabs Anordnung"). Rab ist auchder Verfasser des pri bei unserer Einsegnung des neuen Monats, das aberursprünglich Rabs tägliches Gebet gewesen').

Zur Zeit Rabs scheint der dreijährige Cyclus für dis öffentliche Thora--lesung auch in Babylonien noch bestanden zu haben. Dafür spricht seineContreverse mit Samuel über die Legende am Sekslsabbat"); ferner seineDeutung, wonach die Ordnung der Thora dis Zahl 155 hätte"). Vielleicht ist

*) ToTkta das. und Losest sta-Lostana 32. a.

*) Isr. Lsraostot IV., 6.: ns r>ini> non inmr- nsn ns wsnh i'ir lon snmmsm on'vn ivn ih-sn sss .na rnnb :n:s 'vn 's 'vya 'ps s'pi 'n sss

nr' yv'2 pspi SV 'S-,SN. Nach nrr> ns bezieht sich diese Controverse auf dasvorhergehende, also auf den Fall des unmittelbaren Anschlusses des Musfafsan das Morgengebet, wozu der Text meines Erachtens nicht zwingt. Jeden-falls war Rab der Erste, der sogar noch im Widerspruche mit Samuel dieForderung ausgestellt hat, im Mussafgsbet der srn map, welche auch imLostaestrit enthalten ist, noch eine Erwähnung des Opfers hinzuzufügen, undzwar für den Fall des unmittelbaren Anschlusses an das Morgcngebet odervielleicht für alle Fälle. Es ist dies auch ein sicherer Beleg dafür, das; dasMussafgcbet bis dahin mit dem Morgengebet conform war. Vielleicht ist dasGebet -isv, welches nach R. Amran mit vrn begann oder doch die Formin Tr. Lopstsrstn. Müllers. 19. schon aus der Schule Nabs hervorgegangen.Jedenfalls ist Rab der Begründer einer neuem eigenthümlichen Form für dasMussafgsbet.

") Diese dürfte mit dem prs -n- begonnen haben, das in allen Mussaf-gebeten sich findet und nur unwesentliche Verschiedenheiten für die beson-deren Tags hat. Ursprünglich war die Form für Sabbate und Feiertagsidentisch. Die Variation ist späteren Ursprungs.

^) Isrnsost. Lösest Im-Labans. I., 3. T^stoäa Lara I., 2. LapoxorbLalir Liburs staitt in 10. Jahrg., p. 117.

") S. Landshuth z. St.

") Leraelrot 12 und 22. Vergl. Isrusest. Losest sta-Lestana IV., 6. undLandshuth p. 458. Landshuth das. meint, daß auch ;n;ssi von Nab für dasSchachritgebet des Losest sta-Lostana verfaßt worden sein dürfte, und zwarentsprechend dem stlalestjot, Liobronot und Lostotrot des Mussafgebets.

ff Lsraostot !K st.

ff blstzllla 29. st.

ff Nach Rapoports treffender Erklärung (Polaks ssp -s-s-bn p. II.) derWorte Rabs in snsn wss,s Lins, nxs pro nsm -sso 'n. S. auch Epstein: nrv,ss,sr>

2 - srs-n p. 57. ff. und Theodor: Die Uiclrasostim zum Lsnt. re. in Grätz undFrankels Monatsschr. 1885 x. 357 ff.