Note 39.
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generell für jeden Sabateingang, sondern mir zum Ersatz des Liäckusoü inGegenden und zur Zeit, wo es an Wein mangelte. So mag es auchursprünglich gewesen sein; doch wurde diese Einrichtung später für alle Syna-gogen Babyloniens und für alle Sabbate feststehend. Als Grund dafür wirdangegeben rurim usv. S. 8ad1wb das.
Eine wesentliche Umgestaltung hat die Uussalteyüilla durch Rab erfahren.Das Mussafgebet für Sabbate, Festtage und Neumondstage gehört jedenfallszn den jüngsten Anordnungen der Weisen. Ob dasselbe schon zur Zeit desTempels eingeführt war, läßt sich nicht mit Bestimmtheit Nachweisen'). Elasarb. Asareja will dasselbe nur auf mp -mn beschränkt wissen^), ein Beweis, daßman dasselbe zu seiner Zeit noch nicht als ein Pflichtgebet von gleichem Rangemit dem Morgen- und Minchagebet betrachtete. Das Mussafgebet scheint auchin der Zeit der Mischna keine von den anderen Tagesgebeten abweichendeForm gehabt zu haben. Anszunehmen wären nur die in Loseü Iw-8o!wua.x. 32 a, erwähnten Zusätze für Losoll üa - 8vlurus,, wenn diese schon zur Zeitder Mischna zum Mussafgebcte und nicht zur 8oüaoüaritsi>üiI1a, gehörten.Ich neige mich der Ansicht zu, daß diese Zusätze am Loseü Iw - 8olwiwursprünglich für das Schacharitgebet bestimmt waren. Aus diesem Grundehat man sich auch später bei Zuweisung derselben an das Mussafgebet ver-anlaßt gesehen, durch die Einschaltung von lins fr, pm in dis c^m riLiip einenErsatz dafür zu finden. Darin hat schon Landshuth mit feinem Sinn eineinhaltliche Wiedergabe von Llaloüisot, Avüronob und 8eüolarob erkannt unddie Abfassung dieser Einschaltung mit viel Grund Rab zugeschrieben. Mankonnte also die Uebertragung des Llalellisot, 81oüronob und 8eüolarot aufdas Mussafgebet auch auf Rechnung Rabs setze», der dem Mussafgebete im Allge-meinen erst seine eigene Form gegeben hat. Dis Einfügung von finr ^auch in das Mussafgebet wäre alsdann als das Produkt einer späteren Gleich-macherei anzusehen. Somit war das Mussafgebet zuerst im Allgemeinen nichtsAnderes, als eine einfache Wiederholung der sonst für diesen Tag bestimmtenTsxüillo,. Sie bestand also an Sabbaten und Feiertagen aus der mm nV.iz-genannten mittleren Lsraolw neben den drei ersten und letzten Benediktionen.An Neumondstagen dürfte diese mittlere Leraolw nur aus dem Gebete nip-nmi mit einem entsprechenden Schluß bestanden haben. Diese wird auch m- nim-ogenannt^). Das Lesen der Opfervorschriften als Ersatz für das Tempelopferist wohl als eine ältere Einrichtung anzusehen ^); aber die Erwähnung desMussafopsers in den Mussafgebeten fand während der Zeit der Mischna ebenso-wenig statt, wie die des täglichen Opfers in dem Morgen- und Minchagebete,
*) Aus dem Streit von MM und "m.-i mr über ,-» 2 m u-nn me- an- m-rowo mmi To llba L.raeliob o III. und Losolr Iw-8e1wiw o. IV. ist keinsicherer Schluß zu ziehen, weil dis Analogie der Bestimmungen für die Festtagedie Annahme gestattet, daß auch hier wie dort die Gebete Naloüisob, 8ieüronobund 8eüolarob ursprünglich im Anschlüsse an das Morgengebet verrichtetwurden. S. Taanib p. 15. a.
2) Ilsraeliot 30. a.
o) S. Tositla. Lsiaoliob o. III. nmopo mm nmm. Aber mehr alsmm riL'ia? wird auch für das Mussafgebet nicht gefordert. Das. psmvm
'pr-sno mm rnr-iip im», pme-. Die gleiche Bezeichnung läßt auf einen gleichenInhalt schließen.
->) Ns lila. 31. d und Taanib 27. wo der Ausdruck mo onb miz-m nooriuonp jedenfalls auf eins alte Bestimmung hinweist.