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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
Entstehung
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469
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Note 99.

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ihrer gegenwärtigen Form nach sicherlich eine Schöpfung Babyloniens. An ihrerStelle war in alter Zeit vor Gamaliel II. e n Gebet wegen Wiederaufrichtungdes davidischen Thrones und die Benediktion schloß mit nin ',8wu. Nach Einführungdes Gebetes gegen die a-ua dnrch Gamaliel wurden im Interesse der Aufrechl-erhaltung der traditionellen Zahl 18 für die Bencdiktionen der täglichenDspbilla diese beiden Benediktionsn mit einander vereinigt Die 14. Bcne-diktion hat daher die Schußformel nuai i>i in Palästina erhaltend

Wahrscheinlich wurden damals auch die Worte pon n::nb nnna vi uo::, welchefrüher offenbar zu dem Gebete für das Haus David gehörten, dieser ver-einigten Bensdiktion eingefügt ^). Die Wiedereinführung einer besonderenLeraoba, für David ist das Werk der ersten babylonischen Gebetordner gewesen.Es ist nicht die alte Form, welche für diese Benediktion vor Gamaliels Neue-rung üblich war diese war gewiß dem Gedächtnis! entschwunden sonderneine neue. Diese hat auch nicht den alten Schluß 111 Und diese Wieder-

einführung einer besonderen Benediktion für David hatte für Babylonien denbesonderen Grund in der Rücksicht auf das Haus des Exilarchen, welches sichder Abstammung vom Hause Davids rühmte. So entstand für Babyloniendie auch jetzt noch vorhandene Eigenthümlichkeit, daß man weiter von einern- 2 'p n:av' Men sprach, obgleich die tägliche Ilspbilln 1!) Benediktionen hatte,worüber sich die späteren babylonischen Amoräer verwunderten (Lsravüot babli28. b.), während für Palästina und andere Länder noch lange mit der Com-bination der 14. und 15. Bcracha trotz des hinzugekommenen itlinim-Gebetesdie alte Zahl 18 verblieb, weshalb sich die späteren palästinensischen Amoräer um-gekehrt darüber wunderten, daß man auch in alter Zeit von einem Achtzehn-Gebet sprach, da mit Abrechnung des Mnim-Gebets doch nur siebzehn Bene-diktionen seien ^). In den Worten Rabs (Lz'iibsärin U17 a.): a-nam .12 ura12: IN 'P 8 u pro-' ', 88 k! 2N22U 'pbu glaube ich eine Begrün-

dung für die von ihm selbst eingeführte neue 15. Benediktion (nax ,-m) und fürdie Eliminirung der in Palästina üblich gewordenen Formel in ausder 14. BerachaZ zu finden.

*) Das hat schon 4 sasa äs Lrani in seinem p'ira zu Laan'b 13 b. er-kannt, vergl. auch Baer in 8unw' nnwp -no zu 97.

") Dieser Satz fehlt auch in Maimonides Gebetordnung. Derselbe mußals ein Ueberrest des alten palästinensischen Ritus angesehen werden, wo dieSchlußformel in auch eine vorherige Erwähnung Davids forderte.

2 ) In Labil Lsraebot 28. b. lautet die Frage der Gemara: >:an 2.1

pnn 'ivv'o; im Isruseb. Lsraob. IV., 3. dagegen inm nn^p P 22 ' ain nau- au.

S. ferner Isr. das. und auch 'I'oÄIta. das. In der Zeit und der Heiinath desPajtan Kalir war das Gebet namnu noch nicht eingeführt, da er in seinenStücken für Lnrim, 9. Ab. und 19 Tebet kein dieser Benediktion entsprechendesStück hat. S. Rapoport Münrs-tmitim IO. Jahrg. p. 121. und das.II. Jahrg. p. 101. Zu vergleichen ist noch Landshuth pan nn-o und Baerzu dem Gebetstllck.

So sind auch die Worte in Lamiäbar rabba e. 18. zu erklären: np,apnir 8ii na- nui nw '2 upnr- o-van ,2222 22-2 up^n ?n: 2 N 2 2 "-; l"> »>12222 0:2 212arn '.1 2M2 aa> 8p 1>1NU. Derselbe Aiäiasob findet sich auch in unserem U2ln:n,aber nicht in der. Lubsr. Die Lösung der von Landshuth und Baer an-gemerkten Schwierigkeit dieser Stelle liegt einfach darin, daß das Gebet na- n»nicht eine einfache Wiederherstellung der alten Benediktion an diesem Platzewar, sondern eine neue Abfassung (n:on). Denn entsprechend dem alten Schlußdieser Lsraeba, welcher 1:1 >niu lautete, war sicherlich auch der Anfang nicht