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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Geschichte der Inden.

(n"' p>'r) forderte, und des R. Elieser, welcher das Einzelgebet bei der altenWeise und dem Belieben des Einzelnen überlassen wollte. So hat sich all-mählich die leise Ispliilla. für den Einzelnen sogar für das Gebet in derGemeinde eingeführt, obgleich der Vorbeter nachher die Ispliilla nach Vorschriftlaut vortrug. Noch im vierten Geschlecht der Tanann war man aber darübernicht einig, ob das leise Einzelgebet neben dem lauten Gebet des Vorbetersals obligatorisch zu erachten sei*). Wie weit die Forderung des R. Gamaliel,daß jeder Einzelne täglich die Dspbilla nach ihrem Wortlaut bete, in die all-gemeinen Volkskreise gedrungen, wird uns nicht berichtet; aber bei der großenMasse von Unkundigen (pmpa pu), von denen die Quelle» so oft sprechen, wardie Zahl derjenigen, welche dieser Forderung Nachkommen konnte, selbst inPalästina nicht sehr groß. Bei dem Mangel an Schulen und dem niedrigenCulturstand, welchen Samuel und Rab bei ihrer Rückkehr in den Euphrat-ländern angetroffen haben, bildeten die Unkundigen sicherlich die Allgemeinheit.Es war daher nur eine heilsame Rücksichtnahme auf die gegebenen Verhält-nisse, daß Samuel im Anschluß au die Meinung des R. Josua ein kurzesGebet au Stelle der l2 mittleren Benediktionen und nach Anleitung derselbenppr) verfaßte. Es ist dies das sogenannte nva.n, von welchem wir iniÜabli und Isrnsolialmi zwei verschiedene Recensionen besitzen, von denen dieim Labli mehr der Stimmung des Landes entspricht, in welchem sie verfaßtwurde, und daher auch die ursprüngliche und dem Samuel eigenthümlichs ist,während der jerusalemische Text eine mehr den palästinensischen Einwohnernentsprechende Umarbeitung ist^) Samuels Hadiusuu-Gebet verdrängte mit nurwenigen Ausnahmen das alte Achtzehngebet aus dem täglichen Einzelgebete o)«im- ni'-m) und wurde erst später von Abaji aus seiner herrschenden Stellungin die Ausnahme gedrängt.

Eine wesentliche Abweichung in der täglichen PspIMa, welche mehrereJahrhunderte zwischen dem babylonischen und dem palästinensischen Ritusbestand, ist auf diese Zeit der durch Rab und Samuel bewirkten Verjüngungund Erneuerung deS religiösen Lebens in den Euphratländern zurückzuführen.Diese betrifft die 14. und lb. Ilsraoira in unserer jetzigen Psplril a,und nrr i-.u. Die Letztere,fehlte in dem palästinensischen Ritus dieser Zeit und ist

L'nmn M7sri pu riMp.i imu. In der Auffassung der Worte des

R. Elieser waren dis Amorüer nicht einig. S. Lsraelrob 29. b. Die richtigeAuffassung erhält man aber durch die Relation des ssrusolr. Lsraolrob IV-,cv mx-im "n Dem entsprechend sollte das Einzel-

gebet dein Belieben des Einzelnen überlassen sein.

Noslllr ba-8oliana. 33. b. ff. Anstatt pi ist an allen diesen Stellen

'Vr'ir'i zu lesen, was die Verbindung mit N. Mei'r beweist. S. RabbinowitzDilcäuks 8opb. zu den betreffenden Stellen.

"1 Lsravliot 29. a. und sei. IV. 3. Es spricht sich im babylonischenTexte mehr und correcter das Sehnen der im Exil Lebenden aus nach Erlösung,Befreiung von ihren Leiden und nach der Rückkehr ins heilige Land. So mden Worten: muw nprim mchur rnm.7.

Vergl. dagegen den ssrns. Text: .-mu --n -r> 'mim uri

Ebenso entspricht bei dem babylonischen Texte die größere Betonung in demGebete für das Haus David mehr den Beziehungen zu den Exilarchen, darübers. weiter.

' °) Das. N Nachman im Namen Samuels sagte: aiu .-ww so

wi »van. S. auch Abaji's Gegnerschaft das.