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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Geschichte der Juden.

R. Uschaja I. gesammelten, gleiche Autorität ein. Die Mischna hatte für ihnalso nicht die Bedeutung einer kanonischen Sammlung, und er scheute sichnicht deren Fassung zu modificiren. (Vergl. 8addat 75. a. Olrulin 32. 1).116. st). Es sind grundlose Behauptungen von den Hauptmitarbeitern derZeitschrift Ostaln?, daß R. Jochanan Rabbi's Mischna kanomsirt habe, und daßer dessen erfundene» Lehrsatz: eine Gerichtshof dürfe die Bestimmung einesandern so gut wie gar nicht aufhebcn, sanctionirt habe (Ostalun II. p. 50.).Eine korrumpirte Lesart ;:ni- für f.aa:' "> hat sie zu vagen Anschuldigungenverleitet (s. lerus 8astdab I. p. 3. 4.) Es ist hier nicht der Ort näher daraufeinzugehen; sonst könnte der Beweis geführt werden, daß N. Jochanan imGegeutheil, wenn auch kein Reformer, doch auch kein Rigorist war.

27.

Ular-Dlkba

Scherira macht Mar-Ukba, den Zeitgenossen Rab's und Samuel's, zumExilarchen (Sendschreiten): u:,a-- I'a 7aaa un.n aa ina 'nanu, d. h. un:7: 2"77.Da diew Angabe aber nicht aus Tradition, sondern aus Combination einerTalmudstelle stammt, so darf sich die historische Kritik nicht dabei beruhigen.Gründe: 1> Das Chronicon des Exilarchen 8selsr Olam 8utta, das geradevon dieser Zeit an seinen sagenhaften Charakter aufgiebt und einen historischenannimmt, kennt in dieser Zeit keinen Resch-Gnluta Mar-kkkba, sondern nenntnach Huna eine» Anan und als seinen Nachfolger Nathan. 2) Wollte mandie Glaubwürdigkeit des 8s4sr Olam bestreiten, so bemerken beide Talmudsausdrücklich, daß Mar-Ukba nicht Reich-Valuta gewesen, vicmchr dem Resch-Galuta seiner Zeit Vorwürfe machte wegen dessen musikalischer UnterhaltungenMorgens und Abends, mit Anwendung eines Prophetenuerses in veränderterSatzstellung s. AIsZilla III. 7 t. a. st. 6ittin 7. a.): a"77 an- n'aaea ua,a>/ -2

7" 7u a'2xa naaaa 7u 7U7-" U7:ai: a-u,ai -'-7 7.1.-- uoiaa. (In Babli ist die Fassung

ungenau). 3, Aus der Stelle, woraus Scherira seine Angabe zu erörternsucht (8aststat 55. a.), geht nur so viel hervor, daß Mar-Ukba Oberrichtergewesen: ;-- ma au ua,a:p a:a a>.->' u.n (daher Raschi immer Mar-Ukba mit diesemTitel nennt); und wenn man den auf ihn angewendcten Vers vom HauseDavids urgiren wollte, was Scherira zu thun scheint, so würde böchstensdaraus bewiesen sein, daß Mar-Ukba aus dem exilarchischen Hause stammte.Mit einem Worte, Scherira's Angabe von Mar-Ukba, sowie weiter von Hunab. Nathan, daß sie Exilarchen gewesen, ist ganz ungerechtfertigt, er scheint sichhierbei von der Namenähnlichkeit haben verleiten lassen. sVcral. dagegenHoffman» Mar Samuel p. 74 und Brüll Jahrb. II, z>. 90 s

28.

Uapa Kur-Alazur, Gdrnatlk; Zerstörung Ualiardca's.

Ich habe früher die Vermuthung ausgesprochen, daß der in den talmu-dischen und in jüdisch-chronologischen Schriften vorkommeude -a oder u-s12 a 7a mit dem palmyrenisch-arabischen Eintagskaiser Odenath identisch sei.