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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Geschichte der Juden.

Angabe den talmudischcn Anloninus in Caracalla wiederfinden, von dein hierdie Rede zu sein scheint. Allein wenn man es auch von Caracalla zugebenwollte (obwohl dem entgegenslcht, was Spartian berichtet 8spt. Leverns 16:lilio saue eonoessit, nt triumpimreb, oni seuatus ^uckalouiu briumplrumcieoreverat), so kann man doch von seinem Vater Sever nicht gerade behaupten,weder daß er die Inden so sehr geliebt habe, noch daß sie unter ihm Er-eichternng gefunden hätten, (über das ihm .zugeschriebene judensreundlicheGesetz weiter unten). Geht man aber auf die Quelle zurück, woher derKirchenvater diese Nachricht geschöpft hat, so erhält sie einen ganz anderenSinn. Denn Hieronymus konnte von den Juden den Namen des Kaisersnicht anders gehört haben, als ihn die Bora'ita nennt, entweder pv'.-wou oder mmeun m mi'ws, was sich der Kirchenvater in Lsvsrus Vubo-uiuus zurecht gelegt zu haben scheint. Es ist also immer nur von einemAntoninus die Rede. Im Morgenlande galt Alexander Severus entwederselbst als Antoninus oder als Sohn des Antoninus, wie Herodian(VI. 3.) diesen Kaiser sprechen läßt -roö k,lv>> Vergl.

Frankel Monatsschrift, Jahrg. 1852. Juli, August und September-Heft.

vr. Frankel, indem er meine Hypothese von der Identität des cvm-rmAlexander Sever und des R. Juda II. thsilweise zugiebt, schlägt einAusgleichungsmittel vor, daß nämlich der ältere R. Juda ebenfalls mit einemKaiser befreundet gewesen, wenn auch nicht mit Marc Aurel, so doch mit dessenMitkaiser Verus Antoninus, der im Morgenlande residirte und den Judengünstig gewesen sein soll. Abgesehen, daß R. Juda I. während Verus'Negiment 162 bis 168 noch jung und wohl noch nicht Patriarch war, auchwährend der Zeit Feindseligkeit gegen Juden herrschte, (Note 20), beruht derHauptbeweis, auf welchen sich diese Annahme stützt, nämlich das Gesetz: üis,gui suda'ioaiu supsrstibiouem seguautur, vivus Verus sb VnbouiuusIrouorss aciipisei xsriuiseruub (ilitz'sstg. cis Deeuriou. I/. 50. 1. 2. III. S 3.)auf einer falschen Lesart. Die meisten Ausgaben lesen nämlich anstattVerus: Lsvsrus et L.utouiuus, so daß dieses Gesetz von Sever undseinem Sohne Antoninus Caracalla herrührte. Aus einer griechischen Inschriftin einer Synagoge, die man jüngsthin entdeckt hat in einem wenig bekanntenOrte Laz'souu ließe sich zwar oberflächlich folgern: die Juden hätten damalsgroße Zärtlichkeit für den Kaiser Septimius Severus und sein ganzes Haus,seine Gattin Juliana Domna und seine Söhne Marc Aurel Antoninus(d. h. Caracalla) und Geta empfunden; allein genau besehen, ist es weiternichts als commandirter Loyalitätsstyl. Die Inschrift lautet im JournalVsiatigus Dec. 1864 nach Renan und Seniors Entzifferung, auch in FrankelMonatsschrift 1865 S. 154 u. Beil.:

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