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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
Entstehung
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Note 19.

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19.

R. Weir.

R. Vieiras eigentlicher Name war r,2-»2 oder nr-»-2 nach einer Nachrichtdes Talmud (Hindin 13. d.), die merkwürdigerweise in unser» Ausgaben ver-stümmelt erscheint und nur von R. Chananel und Zauto erhalten ist; sie lautete:-22- .22-'p2 -2 »2» 122- 1'N2 -2 »2 (stnoüassiu sclit. .4mst. 27. d.). .2-2--P2 halte

ich für das griechische kUoüo^x .22-2. Die Agada, daß N. Ale'kr von dem,Proselyte gewordenen, Kaiser Nero abstammte, scheint einen PolemischenHintergrund zu haben. In der christlichen Welt spielte Nero eine sehr bedeut-same typische Nolle. In den ersten zwei Jahrhunderten war der Glaube ver-breitet, Nero sei nicht umgekommen, sondern lebe irgendwo verborgen, undwerde eines Tages als Antichrist erscheinen. Vergleiche Gieseler Kirchen-geschichte I. S. 08. Note). Dieses von der christlichen Agada gebrandmarktenNero scheint sich die jüdische Agada angenommen zu haben und ihm einenjüdischen Sohn oder Enkel gegeben zu haben.

Vom Witz zeigt R. Me'kr's ssntenziöser, das orientalische Leben und Tempe-rament charakterisirender Spruch (Mc1ra,8vli Lolielsi zu 4. 3.) Sah R. Me'krJemand ganz allein auf Reisen gehen, so pflegte er ihm zuzurufen:Ich grüßedich, du dem Tod Verfallener!" »2-2 "12 zip sah er zwei zusammen einsReise unternehmen, so sagte er: ,,Jch grüße euch, dem Streit Verfallene!" 222--i2 p-z; sah er hingegen drei zusammen reisen, so begrüßte er sie mitden Worten:Gruß euch, ihr Friedensstifter!" »222- "12 p-2 222. Witzig istferner die von N. Me'kr erzählte Anekdote (Ssnssis Uabda. 0. 29.), welche andas homerische okl-r-? in der Odyssee lebhaft erinnert, wie dieser Weise einenmit Räubern im Einverständnisse stehenden Gastwirth getäuscht, welcher seineGäste, unter dom Vorwände, sie in der Dunkelheit auf den rechten Weg zugeleiten, geradezu in dis Räuberhöhle zu führen pflegte. Als dieser Gastwirtheinst R. Meir sein Geleite in der Nacht aufdrängen wollte, erfand der letztereeine Ausflucht, er müsse noch seinen Bruder Li-bod erwarten, um dadurch Zeitzu gewinnen, die ganze Nacht in der Karavanserai zu bleiben. Mit Tages-anbruch, als er zur Abreise gerüstet war, bemerkte er gegen den Wirth, welchernach dem erwarteten Bruder fragte:Der Bruder, den ich ersehnt, war dasLicht, von dem es heißt, daß es gut sei (212 Witzig sind endlich

R. Me'kr's agadische Anwendungen von Bibelversen auf dogmatische und Zeit-verhältnisse, die er durch eine geringe Buchstabenveränderung zu Standebrachte und in seinem Bibelcodex anmerkte. Der Tod sei ein Gut, weil er zurUnsterblichkeit führe, das deutete er mit den Worten am« 212 (ausgesprochentod-moy ,212 212 an (ksnssis Uadda e. 9.). Der erste Mensch sei von Lichtumflossen gewesen, Gott habe ihn mit einem Lichtgewand umhüllt: 2m o m-anstatt 21p ,2-202 (1. 0. 21.); Jesaias habe die Nacht der Leiden unter denRömern prophezeiet: 0212 2-2 anstatt .2212 »22 (j. Naanib I. I.). Von der-selben Art ist auch R. Me'krs Umdeutung von in p'82 pp Latzdat

Illi a. in den uncensirten Ausgaben).

Ich habe früher angenommen, daß der in der jüdischen Literatur ehrenvollgenannte Philosoph -2222 212-22» oder -22m 012-2 mit dem Pythagoräer oderNenplatoniker Numenios idcntificirt werden könne, weil er ein ZeitgenosseR. Me'kr's und der erste heidnische Philosoph war, der nicht nur die Bibel unddie jüdische Agada kannte und sie citirte, sondern dem Judenthnm so viel

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