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massors, Königs von Assyrien, übte er viele Mildthlnigkeit, gab den HungrigenBrod, den Nackten Kleider und begrub die Erschlagenen seines Stammes, welchehinter die Mauern Ninive's geworfen worden waren. Er that dieses heimlich(118): «-'-rolle xlt/rrdix, Er wurde deswegen angezeigt und muhte die
Flucht ergreifen, und seine ganze Habe wurde confiszirt <1, 19— 20), Nichts-destoweniger setzte er diese Tugend der Leichenbestattnng mit Gefahr seinesLebens fort, wie sehr er auch von seinen Nachbarn deswegen getadelt undgewarnt worden war (2, 7, 8 ), Bei der Ausübung derselben verlor er seinAugenlicht (das, 29. sg) Der Engel Raphael, welcher seinen Sohn Tobiasnach Rhagae geleitet, ihm dort eine würdige Braut verschafft, deren siebenVerlobte früher in der Brautnacht vom Würgengel erstickt worden waren,Tobit selbst das Augenlicht wiedergicbt und ihn im Alter glücklich macht, derEngel erklärte: das Alles habe er bei Gott verdient; weil er die Todten mitAufopferung begraben habe, sei ihm diese Wiederkehr des Glückes zugekommen(12, I I,): x«t llrk roi'-s rrxgoi-e, ,>,o«llrwe ooe.
Daß dieses Buch die Zerstörung Jerusalems und so zusagen talmudisch-religiöse Zustände voraussetzl, ist nicht genug von den Exegeten hevorgehobenworden, Uebcr Jerusalem vergl. 13, 10, 16, und besonders 14, 4, Alle seineStammgenossen aßen Heidenbrod, nur Tobit hütete seine Seele, nicht davonzu genießen. Heidenbrod, «g-ro? r-,7u eSr-llix (-'nr: nr) ist erst kurz vor derTempelzerstörung unter Titus verboten worden (s, Band III. Note 18,). DasBuch reflektirt auch überall ein hebräisches Original, allerdings nicht in klassisch-biblischem Style, aber in der Schreibweise des Neuhebräischen, ,-rir wird hierstets als Mi.dthätigkeit gefaßt, und der Vers nmr> 8-rn n,tnu durch oll,--/
kx s«v«ro„ Hllkr»i (4, 10, 12, 0,), was eben agadische AuslegungSweise ist.Die Ehepakten zwischen Tobit und Sara werden in eine Schrift niedergelegt,nach dem Gesetze Mosis d. h, nr-v nur (7, 13, auch 612) 6. 4. v. 17: Ix/euvrolle «(Iran? <r»v ror r»P»v rö-i- ll»x«t-/-r hat i:n Griechischen keinen Sinn;im Original hat es vielleicht gelautet mp'irn zr-nb, dafür las der Ueber-setzer ur->r und für nuv- vielleicht wofür auch der letzte Halbvers spricht:
„und gieb es nicht den Sündern," Genug, das Buch Tobit ist ebenso ur-
sprünglich hebräisch gewesen, wie das Buch Judith.
Aber in wie fern ist das Begraben der Todten eine so hohe Tugend, daßes ein so großes Opfer verlangt und eine so bedeutende Belohnung hiniedengewährt? Wir müssen die Frage talmudisch beantworten, weil sich das Buch indiesem Kreise bewegt. Nur aus der hadrianischen Zeit läßt sie sich beantwortenDer Machthaber hatte verboten, die Leichen zu beerdigen, sie sollten über derErde bleiben. Nach talmudischer oder auch schon nach mischnaitischer Anschauunggalten solche Leichen als n:r,r rm, die zu bestatten, jedem die religiöse Pflichtobliegt, selbst einem Priester, wiewohl er sich dabei levitisch verunreinigt
(Lerrrebob 19 b, 20 a und Parallelstellen). Da es aber mit Lebensgefahr ver-bunden war, so wollte bas Buch Tobit die Frommen ermahnen, das
Leben gering zu achten und diese Pflicht nicht zu verabsäumen; der Lohnwerde nicht ausbleiben. Darum befiehlt der Engel, daß alle Vorgänge in einBuch, geschrieben werden (12, 20), IL«t ^«P-r- ?r»rr« r» ourr-Ito-tur« rre— Aus der talmudischen Literatur ergiebt sich, daß zur Tana'ttenzcirnoch einige apokryphische Schriften verfaßt wurden, nur herrschen über denWerth und die Behandlung derselben Varianten, I'osilta, luckaim II, heißtes: zb'Ni ;nr:r ::nr:r' mu-wn 7:: NU'V ;r UL2 . 2'1'N NN pnr^ll ;vn PN2 'U-!Mmu-n NN PN222 P'N, d. h, die dem Sirachbuche ähnlichen Schriften haben keinenGractz, Geschichte der Juden, IV, 28