Note 16.
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würdigermeise findet sich das Wort „und am Sabbat" nur im ersten Evan-gelium, scheint aber im zweiten nur ausgefallen, nicht wcggelassen. DieFlucht der Judenchristen nach Pella und der transjordanischcn Dekapolis geschahgewiß erst wegen der hadrianischen Verfolgung, obwohl dis christlichen Annalistenauch diese Thatsache in die Zeit der Tcmpelzerstörung setzen. Weil dieseGegend nach Epiphanias (Huer. 29.) der Aufenthalt der Judcnchristen war,darum läßt das erste Evangelium der Dekapolis die Ehre widerfahren, vonJesu besucht worden zu sein (Matth IV. 25.). —Im dritten Evangelium ist dieseBezüglichkeit ans Bar-Kochba durchweg verwischt, und das vierte, in seinemCharakter als heidenchristliches Evangelium, weiß überhaupt gar wenig vonder Parusie. — Von dem gegensätzlichen Verhalten der Juden gegen dieJndenchristen in der Bar-Kochba'schen Zeit spricht auch eine talmudische Notiz,welche bisher wenig verstanden wurde. Es heißt nämlich (Wsolrna LsrnolrotEnde): Als dis Minäer lJudenchristen) entarteten und sagten: es giebt nureine Welt, hat man verordnet, daß man (zur Schußbenediktion) sagen soll: „vonWelt zu Welt" und hat (ferner) verordnet, daß man einander begrüßen soll mitdem Gottesnamen, (Jhwh, Tetragrammaton): vtop zm wem; pvvn
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ovm. Die Tragweite der ersten Verordnung, welche dogmatischer Natur zusein scheint, ist mir noch nicht klar. Die zweite Verordnung, welche offenbardas Aussprechen des Tetragrammaton gestattet und das ältere Verbot anfhebt,wird ausdrücklich in die Zeit des -mv', d. h. der Hadrian-Var-Kochba'schenEpoche gesetzt, Mclrasolr?sn1m 36 arm iv'v.vslrs niwn ns n:nr no n:nrvv' NNW W'M vmirv.n. Hieristes deutlich, daß das Geschlecht
der Zeit des hadrianischen Krieges üch deS ursprünglichen Gottesnamensbedient hat. Aus jener Mischna erfahren wir, daß es eine ausdrückliche Ver-ordnung (.-u?n) gestattet hat und zwar im Gegensätze zu den Minäern, d. h.Judenchristen. Wahrscheinlich liegt der Grund darin, daß diese auch Jesus„Herr" (min, Lüp-or) genannt haben; darum wollte man mit dieser Ver-ordnung ein Unterscheidungszeichen einführen, zu erkennen, wer znm Gotte desJndenthums oder zu Jesus halte.
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Schauplätze des Sae-Kochba-Kriegeo.
Die Nachrichten über die Localität und den Gang des Bar-KochbarschenKrieges sind äußerst dürftig, und nur diejenigen, welche in lerrrs. laauit IV.p. 68 fg. zu Nillrasoir Dlrreur zu Vers 2, I. p. 71. S. fg. und Bruchstückweisein Latzlr (Irtlin 56. L enthalten sind, (die hier der Kürze wegen mit V. L. 0.bezeichnet werden sollen) kritisch geprüft und verglichen, können zu einigen nichtunerheblichen Ergebnissen führen. Als Gewährsmann dieser Nachrichten wirdRabbi oder N. Juda I. genannt, der sie aus dem Munde von Zeitgenossen,von Simon b. Jochar, R. Jose und R. Juda b. Jlar vernommen hat. Er hatden Begebenheiten so nahe gelebt, daß er noch Greise kannte, welche in leb-hafter Rückerinnerung des Erlebten, bei seinen Vorträgen über dieses Themain Thränen ausbrachen! >m.-> vp m-rim p-w'p r-ii mn ':v
mm (.4. und L in: pir, statt nr-ipv mo pro m.m v.v'r i'vo
)'8 pprirrm pro Rapoport's Emendation). Ergänzt wurden diese
Nachrichten von R. Joch an an. Dieser Punkt ist aus dem Grunde ganz be-