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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Note 14

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lauten, nachdem vorangegangen ist: Griechenland hat drei Vorzüge vor demboshaften (römischen) Reiche; in Gesetzen, Büchern (Literatur) und Sprache(pa-i>m poiprsa pow:r), darauf R. Huna im Namen R. Acha's: alle Reichewerden nach Assyrien genannt, R. Josö b. Chanina: alle Reichewerden nach Ninive genannt: nvo7v.-i -iwu cur- mapc >v--i>c!.n iw

nww LL- i>v mapu Es darf also nicht auffallen, wenn im Buche Judith dasrömische Reich durch Assyrien und Rom durch Ninive bezeichnet wird.

Zwei Bemerkungen habe ich noch zu machen, welche vielleicht zum nähernVerständnis; des Juditb-Buches beitragen werden. Die Stadt, welche gewisser-maßen den Mittelpunkt der ganzen Fiction bildet, Baitylua oder Betylua(L»-r,U,iü«, so die richtige Lesart, vergl. Volkmar Judith. S. 227. statt Bethu-lia) ist noch immer ein Räthsel. Wenn die übrigen dort genannten Localitätenreal sind, kann dieses ebenso wenig wie das dabei genannte Betomastaim allego-rischer Natur sein; die Erklärung n-.ui nw ist ebenso abgeschmackt wie nw-no. Esmutz eine Stadt dieses Klanges in der Ebene Jesreel auf einer Anhöhe gegebenhaben, welche den Patz nach dem Binnenlands beherrschte. Und da scheint unr-ein Ortsname zu entsprechen, der noch gar wenig bekannt ist. In der MischnalZIsnaoüod IX. Ende oder VIII. 6) wird als der beste Wein angegeben, der alsGußopfer auf den Altar kommen sollte, und dessen Trauben der Sonne ammeisten auszesetzt waren, der von zwei Ortschaften: a-ni-cp rm puw.v r.i pur.Die richtige Leseart für pnnp ist p.-ui-? oder p'nup mup,(vergl. den Mischna-Text ohne Talmud, wo corrumpirt a-.-vip steht und Maimuni>i:c>n VII. 2). Das Wort ist eine Dual- oder Pluralform; es ist vielleichtidentisch mit Korea, welches Josephus erwähnt beim Zuge Pompejus' nachJerusalem: von Damascus über Pella jenseit des Jordan, Skythopolis dieses-

(^utäiig. XIV. 3, 4>. Wenn Lopt'on gleich -niy? ist, so lag es in der Gegendder. Ebene Jesreel, und eben so das wohl benachbarte pu-wp oder o-b-.-wp. DieserOrtsname wird verschieden orthographirt: in dem bloßen Mischna-Texte cvue:--,Maimuni -vuwn. Es ist ohne Zweifel derselbe Ort, welcher in der Tosifta undin beiden Talmuden einige Mal vorkommt (b. Isdaiuot, 59. b.):nr,u rw'-w cw-pv-irw >np2i idci-.ir: Xickcla 9 ö.)-. -c .np-orci-e- ibnvi: nnu nawarmw, dafür in losikta Xiäüa. I. n-^o-n, und im stsrus. Xiclcka I. auf. na-pw.np- 02 . 12 ' anu .irwa. In der Kalirischen Xluaü zwr-.-i ciav-' cw-n, derenInhalt einer für uns verloren gegangenen Agada entnommen ist, die die palästi-nensische Ephemeriden-V ororte aufgezählt hat, wird neben bekannten undunbekannten, neben nar: (Nazaret) auch genannt, richtiger,7-ci'p; denn

das Wort wird daselbst gereimt mit wr> ib-nr. Diese Stadt viel-leicht oder wenn man sich ein w (abgekürzt für nw) hinzudenkt,

entspricht vollständig dem L«rr-.« etwa .-ubu- w. Es muß eine gebirgigeStadt gewesen sein, da der beste Wein daselbst neben gezogen

wurde. Mag es nun dieses Bai-Haitylu gewesen sein oder nicht, einefaktisch existireude Ortschaft bildet den Schwerpunkt der ganzen Dichtung. Andie Bewohner dieser Stadt schrieben die Hohepriester und die Gerosia, dieGebirgspässe zu bewachen, um den Feind nicht in die Mitte von Juda ein-dringen zu lassen (4, 6 fg). Und weil der erste dieser Stadt, Ozias, beschließt,die Festung Betylua in 5 Tagen Holophornes zu übergeben, ist alles vollerTrauer und ganz Judäa scheint verloren. Judiths zweideutige That wird darumals Großthat gepriesen, weil sie diese Festung und damit ganz Judäa vorInvasion gerettet. Jerusalem-Zion sind in diesem Buche untergeordnet, und