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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Note 14.

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den Umkreis, wo die Mauern aufgerichtet werden sollten, mit dem Pfluge unterBeobachtung eigener Ceremonien zu umfahren. Das ist auch wohl nur derSinn in der Mischna i'p.- die Stadt Jerusalem wurde umgepslügt, zum

Zwecke eine neue zu bauen. Und das ist auch die richtige Fassung; denn rovi.-i -r-nn,der Tempel sei gepflügt worden, hat keinen rechten Sinn; wäre nämlich diesesgeschehen, so durfte nach römischer Superstition nichts daraus gebaut werden,und doch berichten einstimmig die Quellen- Hadrian habe einen Zeustempel aufdemselben Platze erbauen lassen.Der Tempel ist gepflügt worden" ist wohleins Usbertreibung der ursprünlichen Lesart-epn", und auch Hieronymus'Angabe in iAuomiuiam Asntis opprsssas scheint mir ein individueller Zusatzzu sein. Legt man nun Dio Cassius' Pragmatismus zu Grunde, daß der NeubauJerusalems die Ursache des Krieges war, so mag Hadrian bei seiner Anwesen-heit m Judäa 138 das Umpflügen der Stadt befohlen haben, aber dieserBefehl braucht nicht sofort ausgeführt worden zu sein. Er hat sicherlich dieJuden bei seiner Anwesenheit nicht so loyal und unterwürfig gefunden, als eres gewünscht hat. Gerade weil er früher die Restauration des Tempels zugesagtund sein Wort gebrochen hat, muß er darauf bedacht gewesen sein, den Judenalle Hoffnung auf eine Restauration zu benehmen. Heiden, Christen undSamaritaner werden es auch nicht an Ohrenbläserei gegen den rebellischen Sinnder Juden haben fehlen lassen. Mögen die Embleme auf der Denkmünzeacivsutui L.UA. (o. S. 4l7) ein freundliches Verhältnis; zwischen Hadrianund den Juden audeuten was noch nicht so ausgemacht ist so brauchtdas nicht der Wirklichkeit entsprochen zu haben, sondern kann nur eine zu häufigvorgekommenc Adulation gegen den Kaiser gewesen sein. Genug, es ist wohlauzunehmen, daß Hadrian bei seiner Anwesenheit in Judäa den Plan faßte,Jerusalem eine andere, heidnische Gestalt zu geben, sei es, daß es sofort odererst während seines Aufenthaltes in Egypten in Angriff genommen wurde.Möglich, daß der damals beinah achtzigjährige R. Josua, als xatriarellalluciasorum, zu diesem Zwecke nach Alexandrien gereist ist, um den Kaiser zubewegen, seinen Plan aufzugeben, weil dadurch kriegerische Aufstände zu be-fürchten waren. Dieser Plan. Jerusalem neu zu erbauen und einen Tempelfür Zeus zu errichten, war durch den Krieg unausgeführt geblieben, und erstnach Beendigung desselben in Vollzug gesetzt worden. Daher die schwankendenAngaben in den Quellen; daß der Neubau Ursache oder Folge des Ausstandesgewesen ist.

Die Dauer des Bar-Kochba-Krieges betrug nach Angabe des 8säsr Olam31/2 Jahre, Lesart bei De Rosst .ixrmi 'z p (in der Edition 2^ Jahre).Von diesen 3^ Jahren spricht auch der Bericht vom Betarschen Kriege: chsrus.lalmucl und Uictr. INrsni (s. unten); nur werden sie auf die Belagerung Betarsbezogen: na bp >-w'p Die größere Zahl wird durch

Hieronymus bestätigt, der sie aus einer jüdischen Tradition hatte (zu Daniel 9):ll?res aunl st ssx msrwss sud Hactriauo supputautur, guauclo Hisrusalsmomuiuo sudvsrss, st chuäasorum §sus aoervatiiu sassa. Das stimmt auch mitEusebius' Chronik, daß der Krieg im 16. Jahre Hadrians begann, im 18.hochging und im 19. beendet war. Mit dem Fall Betars war er zu Ende,und dieses geschah nach der mischnaitischen Tradition am 9. Ab. d. h. 13ö,begann also 132 etwa im Adar d. h. im Beginn des Frühjahrs, die geeignetsteZeit für Aufstände, ungefähr 2 Jahre nach Hadrians Besuch in Judäa, als erEgypten und Syrien verlassen hatte, also übereinstimmend mit Dio Cassius'Angabe. Von der Tempelzerstörung 70 bis zum Falle Betars Hi 135 ver-

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