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Geschichte der Juden.
erzählt wird, scheint echt zu sein. R. Josua und ein Judsnchrist( nun?) stehenvor dem Kaiser. Der Letztere macht ein pantomimisches Zeichen: Gott habevon seinem Volke das Angesicht abgcwendet, und R. Josua giebt ebenfallsdurch ein Zeichen zu verstehen: Gott halte noch seine Hand waltend über seinVolk. Dieses Zeichen läßt sich der Kaiser erklären. Auch das ist situations-gemäß, daß ein Christ vor Hadrian verächtlich von der jüdischen Nation spricht.Daß Hadrian selbst von einem jüdischen Patriarchen spricht, der nach Egyptengekommen war, in seinem Brief an seinen Schwager Servianus (Vopiscms inSatnrninmn v. 8.), ist bekannt: Hsmo Me (^.Sß'^pti) aroiiiszma§ 0 KU 8 Inclas-orum, nemo 8amaritm8 . . ip8S itis pabriareba onm ^.SK^ptmm veusrib,ab aIÜ8 Lsrapiclem adorars, ab a1Ü8 eoKitur Obri8tnm. Dieser Patriarch vomJahre 130 ist wohl kein anoerer, als R. Josua b. Chananja gewesen. ZumUcberfluß folgt aus einer talmudischen Relation, daß R. Josua in Alexandrienwar (dliciäa p. 69. b.): (..-mm l.) n:v.n uo pwin- "> n.a umamrru -wm -maa a"»
Die Hauptfrage ist nur diese: War die Verwandlung Jerusalems in AeliaCapitolina und der Tempelstätte in einen Zcustempcl die Ursache des Kriegesgegen Hadrian, wie Dio Cassius erzählt, oder die Folge desselben, wie Eusebius(Kirchengeschichte IV. 6.) aus unbekannter Quelle referirt? Auch aus der Mischuascheint hervorzugehen, daß Jerusalem erst nach dem Fall Betars, d. h. nachBeendigung des Bar-Kochba-Kricges gepflügt worden ist (Daauib Ende): npVno->nw .virm . . . rxr, eine Tradition, die auch Hieronymus (zuZacharia e. 8.) erhalten hat, daß die Tempelarea gepflügt worden wäre: M boeINSN8S (guinto).. . os-pba. S8tnrb8 Lstbsl (1 Kstbar).... aratnm tsinplnmin iKnominiam Asnti8 opprs88as a libo ^nuio Unlo. Auch in einer Boraitawird das Pflügen des Tempels auf Rufus znrückgeführt (das. 29. a.) r-unr-ooww v'mm, ebenso Jerus. das. IV p. 80. b.: nu ,-u.vrp p-rw' r-unfr-.vn. Ich sage, es scheint nur aus dem Talmud hervorzugehen, daß derBan von Aelia Capitolina und die Entweihung des Tempels erst nach demFalle Betars erfolgten, weil die Aufzählung der Katastrophen in der Mischnanicht gerade chronologisch zu sein braucht;, es kann sein, daß jene demFall 2-etars vorangegangen sind. Wenn nun das klassische Zengniß DioCassius' erzählt, daß die Verwandlung der Stadt und des Tempels dem Kriegevorangegaugen und Veranlassung dazu war, so muß das berücksichtigt werden.Es wiegt viel schwerer als der vage Bericht Spartianus' (in üaclrianuin e. 14):ülovsrunt sa. tempssbabs sb Inäasi bsiinm, gnoci vsbsbautmr rnubiiars Z-siii-lalia. Diese Religionsverfolgung war unzweifelhaft eine Wirkung der Nieder-lage und des Zorns Hadrians wegen des Aufstandes der Juden.
Mir scheint der Widerspruch der beiden Relationen nicht unlöslich zu sein.
Zunächst liegt wohl eine Differenz in der Variante, ob die StadtJerusalem oder der Tempelplah auf Veranlassung von Rufus gepflügtworden ist. Traf es den letzteren, so konnte es nur ein Racheakt gewesen seinund zwar wegen des stattgehabtcn Aufstandes und erbitterten Krieges, undalso später als dieser. Ist dagegen nur die Stadt gepflügt oder richtigerumgepflügt worden, dann hatte dieser Actus einen ganz anderen Sinn undkonnte auch dem Krieg vorangegaugen sein. Das Obrouieon Ucmobalö tradirtaus einer, wie es scheint, sehr guten Quelle: daß Hadrian eine neue Stadt ausJerusalem machen ließ, aus 7 Quartieren bestehend; es war auch eine neueMauer zur Anlage dieser neuen, Aelia zu nennenden Stadt gezogen worden,verschieden vom Umkreise des alten Jerusalem. Mit einem Worte, Hadrianmachte daraus eine römische Colonialstadt. Dazu pflegten die Römer bekanntlich