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Geschichte der Juden.
worden ist, (a. a. O. S. 101 f.) ist keiner. Trotz der Zerstörung Jerusalem?und des Tempels, mit einem Worte des i?oleino8 sedsl ^spasiauos, bliebendoch jene Gedenktage bestehen, welche Rettung und Siegesfeier verewigen sollten.Es liegt eben in der Eigenart des jüdischen Wesens, daß es Trauerzeichenwegen Katastrophen und doch zugleich Halbseier zur Erinnerung an Gotteswaltende Hand über sein Volk oder seine Frommen anorduet. — Von vielenSeiten hat es sich also bestätigt, daß ungefähr gleichzeitig mit dem Ansbrucheder Aufstände der Juden in der Euphratgegend, in Alexandrien, Kprene undanderen Orten auch in Judäa eine Schilderhebung stattgesunden hat, welchezuerst Omictus durch Blutvergießen gestillt, später aber Hadrian, um neueAusbrüche zu verhüten, durch die Concession zum Tempelbau beschwichtigt hat.Der 1'olsinos sostel (juistms spielte in Palästina, dagegen läßt sich nichts Er-hebliches einwenden. Selbst der Jrrthum, der sich in Eusebius' Chronik undnoch flagranter in Lürronivoir i?a8oimls findet, daß die palästinensischen Judenim ersten Jahre Hadrians (oder in den ersten Jahren) einen Ausstand gemacht,in Folge dessen Jerusalem in eine heidnische Stadt mit dem Namen Aelia Capi-tolina verwandelt wurde beruht eben darauf, daß sie eine kriegerische Bewegungim letzten Jahre Trajans, das zugleich das erste Hadrians, unternommen haben.Sie verwechselten nämlich den i?o1smo8 sollst ljnisbos mit dem letzten kolsiuosunter Bar-Kochba.
Uebrigens war der Aufstand der Juden in der Euphrat- und Tigrisgegendnicht so unbedeutend, als LipsiuS annehmen zu müssen glaubt. Freilich ist DioCassius oder sein Epitomator sehr karg darüber, aber wir erfahren am bestendie Ausdehnung des mesopotamischen Aufstandes der Juden ans der ursprüng-lichen Fassung der Nachricht in der eusebianischen Chronik, welche der syrischeChronist Dionysius von Telmahor (Ollronioon 8^riaeum sä. InllllerA1850 p. 153) am vollständigsten erhalten hat, viel vollständiger als der armenischeText: p.nstp pirn pi:p ir nrn: pnoiu nmei prin 'o nie'
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N' 2 : .MN U '02 pn'iiir ^ lii tzvi n >222 NNNI'.M. Wenn demnach „alle 'Markt-plätze, Straßen, Wege und jeder Ort von jüdischen Leichen voll war, ohne daßsie Jemand begrub," so muß die Bewegung große Dimensionen angenommenhaben. Die Parther waren nicht dabei betheiligt, wie aus Dio (das. e. 30) hervor-geht. Stellt man die beiden Sätze Dio's zusammen (s. 32): '/«ockalo«? ,-ev
Sluvk, !>.-r. 2. so ist man gezwungen anzunehmen, daß
die jüdische Bevölkerung allein hinter TrajanS Rücken operirt hat. Die Sätzesagen aus: Lusius Quietus, von Trajan beordert, mit noch anderen Feldherrenunterwarf die Juden, und er hat beordert auch Nisibis und Edessa zuunterwerfen. Also hätten die Juden dieser Gegend Mesopotamiens den Aufstandgemacht. Dio „Andern" waren Maximus, welcher in der Schlacht blieb,ferner Erocius Clarus und Julius Alexander, welche Seleucia ein-genommen und verbrannt haben. In allen diesen Städten wohnten Judenund diese wurden von Trajans Feldherren vertilgt.
4) p-mn.n owm.v. Ehe ich auf den Ausgangspunkt, das Buch Judith, zurück-komme, will ich noch den letzten wichtigenkolsiuos beleuchten, weil das Voran-gegangene chronologisch darin gefestigt wird. Offenbar ist die Begebenheit,welche die Mischna mit dem „letzten Kriege" bezeichnet, dasselbe, was das