Note 14.
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N'a n: 2 bn, ;n:b nrr' >2 M'^NI . rir-:. Der Satz von Julianus und Pappus isthier offenbar bloß eingeschoben, um dis „Märtyrer von Lydda" näher zu be-zeichnen; denn der Träumer sollte doch blos zwei Sentenzen gehört haben,während hier drei ausgezählt sind. Dieselbe Erzählung kommt auch im baby-lonischen Talmud, vor li?ssaoliim p. 50. a. Lada Latra 10. Io.) mit andernNamen der Tradenten, aber da heißt es ganz einfach: M 2 pb bw- oan pn mb -min;,irm 2 v oder nwbll nur die Commentatoren, wie Raschi (jedoch schwankend)identificiren Julianus und Pappus mit den „Märtyrern von Lydda", d. h. mitSchemaja und Achija.
Sehen wir das Faktum kritisch an, so kann der Sachverhalt gar nichtzweifelhhaft sein. Vorausgesetzt, daß die Motivirung des Turjanus-Taaes alsHalb-Feier-Gedenktages richtig ist, daß die Rettung erfolgte, weil Turjanus, derBlutrichter von Julianns und Pappus, plötzlich, kurz nach dem angeführten Dia-loge durch einen Befehl von Rom getödtet worden ist, so müssen die beidenAngeklagten am Leben geblieben sein. Denn waren sie so wichtig, daß sich dieNation mit ihnen gewissermaßen indentificirte, so kann sich die Feier des Tagesnur auf ihre Rettung durch dis plötzliche Hinrichtung des Blntrichters be-ziehen Wären sie an dem Tage doch getödtet worden, so gab es keinen Grundfür eine freudige Stimmung. Wenn es ferner heißt, daß man den Turjnnus-Tagaufgehoben hat .mbvr 'brew, weil an demselben Märtyrer, seien es zwei odermehrere, gefallen sind, so können diese nicht Julianus und Pappus gewesen sein,sondern die mb oder wie R. Nachman tradirt: Schemaja und Achija. Fürdie Identität dieser zwei Paare, nehmen wir gar an, spricht gar nichts, als bloß dieunkritische Verwechselung von mb und ,m-^mb und allenfalls die Identität desTages. Schon aus dieser Erwägung ergiebt sich, daß Lipsius' Vermuthungunrichtig ist: Julian und Pappus seien während der hadrianischen Verfolgunghingerichtet worden und zwar durch Tinius Rufus. Alles spricht dafür, daßdiese beiden gar nicht hingerichtet wurden, im Gegentheil durch eine Art Wundergerettet worden sind. Noch mißlicher steht es mit den Namen. Der Procuratoroder -?7r«g/os unter Hadrian, welcher so viele jüdische Märtyrer gemacht hat,dessen Vorname durch die Varianten bei Eusebius schwankend ist: Tinius Ru-fus, oder Thyonius, Ticinius, oder nach Hieronymus Titus Anius Rufus,wird im babyl. Talmud und in der a indischen Literatur gegannt 01-01 vum^' imjerusalemischen Talmud (Lsraobot IX p. I. 1>. Vota V. x. 20. 0 .) vww rnme:(was, beiläufig gesagt, für Tinius spricht) immer ist Rufus der Hauptname.Während er in der Boraita von Julianus und Pappus: ou"M 2 , p-mn, mrrir- oderlautet, (onm 2 verschrieben für evvmu), gerade so wie Traj anu s in denTalmnden geschrieben wird (Isrus Lukka V. 55.1>.) pumn JnLiärasek
Ikreui p. 75. b. heißt es o-'rau m mn >m rmn ma, wo
für Trajanus steht; Labil Xbolla Lara p. 52. d.: nin'ma.i navi in-bwo offenbar nr'me- für Trajan orthographirt ist. Lipsius' Annahme,daß das Märtyrerthum von JulianuS und Pappus zur Zeit des Rufus statt-gefunden habe, hat daher gar keine Basis, man muß es vielmehr in TrajansZeit setzen, und da Trajan nie in Palästina war, so gehört es ohne Zweifel,wie ich früher combinirt habe, in die Verfolgungszeit des Lusius Quietus, desalter sz-o Trajans.
Der Widerspruch, den Lipsius darin hat finden wollen, daß einerseits wegender Verfolgung des Quietus neue Trauerzeichsn eingeführt, und andererseits inderselben Zeit ein Halbfeiertag, der Turjanus- oder Trajans-Tag eingesetzt