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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Geschichte der Juden.

U-1 2,'-.-! -N'-I. Es ist also nach nach Quellen zweifelhaft, ob Julianus undPnppus bei dieser Verfolgung umgebracht wurden oder nicht.

Es stellt sich aber heraus, daß zwei Versionen darüber existiren. Der baby-lonische Talmud unterscheidet nämlich ganz entschieden Schemas« und Achija,seinen Bruder (riu -mm i'p?»'), welche später, an demselben Tage, am12 . Adar nmgekommen sind, non Julianus und Pappus. Lallli das. wird erzählt:R. Nachmann habe am 12 . Adar einen Fasttag ausgeschrieben. Jnterpellirt, wiedas geschehen durfte, da man doch an demselben wegen des Gedenktages ou"m2 rnnicht fasten dürfe, erwiderte R. Nachmann: Diesen Tag habe man (später) auf-gehoben, weil Schemas« und Achija an demselben hiugerichtet worden seien.Raschi erzählt z. St und Lesaollim p. 50 . ll., sowie Nathan Romi im Aruch (s. v.wi) eine Tradition: eine Kaisertochter wurde erschlagen und die Juden seien diesesMordes beschuldigt worden; darauf hätten sich Schemas« und sein Bruder selbstals Mörder angegeben, um Israel zu retten. DaS seien die in Lydda Hingerich-teten mb um-. Man muß also im babylonischen Talmud unterscheiden: 2'U"i:r> inpnu i'im i-pvr- w nun b-mi i'bur 'bi-22 i-ru, die also wirklich hingerichtetworden sind, von: u'pmbr (?) niu ow->i cnnb'b nu.-m.nb wprn'i, welche

hingerichtet werden sollten. Das elftere spielte in Lydda, das LetztereinLaodikeia. Nach der Darstellung im babylonischen Talmud und den damitgleichlautenden Quellen war der Sachverhalt also: Turjanns, ein Privat-mann (nun kötmr^) wollte Julianus und Pappus in Laodikea hinrichtenlassen und rief ihnen höhnend zu: Gott möge doch ein Wunder für sie thunsie aus seiner Hand zu retten. Ehe sie aber hingerichtet werden sollten, trafaus Rom ein Schreiben ein, welches befahl, Turjanns zu erschlagen. Derjerusalemische Talmud dagegen, oder richtiger ei» Amor« des 5 . JahrhundertsJakob b. Acha giebt an: Julianus und Pappus seien an diesem Tage erschlagenworden (s. Daanit II. y. 86 . d.): vn'bib m.nne- an ;i'i'i an -22 unu 12 mu-MSI. Dieser Jakob b. Acha hat also entweder JulianusPappus mit SchemajaAchija identisicirt oder verwechselt, oder gar das Faktum so gedeutet als wennder Turjanus-Tag deßwegen aufgehoben wurde, weil die Freude an der Rettungkeine ungemischte war, indem doch die Angeklagten Julianus und Pappus andemselben hingerichtet worden wären. Seine Angabe hat also keineswegs denWerth einer Tradition, sondern den einer harmonistischen Ausgleichung, einerPrivatansicht. Noch wird zwar im jerusalemischen Talmud von den beidenerzählt: sie hätten sich dem Märtyrerthume unterziehen wollen, indem sie nichteinmal Wasser in gefärbtem Glase, das sine Weinfabe hatte, auf Verlangeneines Machthabers, hätten trinken wollen: 2-2 21b uine- rrm rwr: ou-bw;.12 w2,2 ub, Ipwr 1-2:2: W22 s. 8 ellslliit IV. y 85 . a. 8 z:nllsclrin III. y. 2 l. y.)Allein daraus geht noch nicht hervor, daß sie faktisch als Märtyrer gefallensind, sondern nur, daß sie sich dem Tod hätten unterziehen wollen, um auchdeu Schein zu vermeiden, als hätten sie Heideuwein getrunken.

Es scheint aber, daß diejenige Version, welche annimmt, daß Julianus undPappus beim Verhöre, noch vor dem gewaltsamen Tode des Turjanus hin-gerichtet worden wären, von einem Mißverständnis; beherrscht ist. Es cirkulirteeine Tradition von den mb uwi, welche am 12 . Adar in Lydda erschlagenworden sind Darunter sind nun, wie R. Nachinan im babylonischen Talmudangiebt: Schemaja und Achija zu verstehen. Da aber Julianus und Pappusin dem ähnlich klingenden Laodikea hochnothpeinlich verhört worden sind, soverwechselte man mb uw- mit i"pi:b -owi. Eine Notiz in Märasell Lolleisty. 101 . 0. stellt sie zusammen: -:211m .11:2271 -21 (1) neu '.2.12b 121,1.2 1:1 111 '1