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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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411
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Note 14.

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Heben. Sie spricht offenbar von der Restanration Jerusalems nach dom Bar-Kochba-Kriege, als die heilige Stadt Aelia genannt wurde. Epiphanins sehtdieses Factum nach Hadrian's großen Reisen, als er Egypten und Judäa besucht

ryv wenn er auch in confuser Weise die Zeit näher bestimmt:

47 Jahre nach der Tempelzerstörung t'-ry ^ r 7 r

Er ist nämlich befangen von der Nachricht, daß der Bar-Kochba-Krieg, die Vertilgung der Juden und die Verwandlung Jerusalems in AeliaCapitolina, das Alles im ersten Jahre Hadrians, also ungefähr 47 Jahre nachder Tempelzerstörung stattgefunden habe. Es stimmt allerdings damit sehrschlecht, daß Hadrian zum Aufseher über den Bau der heidnisch metamorphosirtenStadt den jüdischen Proselyten und Uebersetzer Akylas gesetzt habe, derHadrian's Schwiegervater gewesen sei: -.«/?,ror . . . -rar

Von mehr Beweiskraft ist, abgesehen vom Hymnos der jüdischen Sibylle imersten Buche der Sibyllinen, aus Hadrians Zeit, worüber sich aber streitenläßt, ich sage von mehr Beweiskraft ist die Notiz im Barnabasbrief (No. 12 deralten Edition), auf die Volkmar aufmerksam gemacht hat. Der angebliche Mit-apostel Paulus polemisirt gegen die Heiligkeit des jüdischen Tempels. Dann heißtes: diejenigen, welche diesen Tempel zerstört haben, werden ihn erbauen.

Z Die Verwandtschaft Akylas' mit Hadrian, deren Epiphanins, Lliirouiooupasostals erwähnen, verdient einige Worte. Vor allem ist es falsch, wasMünter (jüdischen Krieg Seite 93) und nach ihm Jost behaupten, Epiphaniushabe diesen Zug von Akylas' Verwandtschaft von irgend einem Rabbinen, d. h.von talmudischen Zeitgenossen. Nun, wenn die Nachricht aus einer solchen,kritisch geläuterten Quelle geflossen wäre, dann dürfte sie auf HistoricitätAnspruch machen. Aber dem ist nicht so; die talmudische und agadische Literaturweiß nichts von dieser Verwandtschaft, obwohl sie Akylas mit Hadrian in naheVerbindung bringt (Osussis Dabda o. 7u. Dxocl. Ladda o. 30. und LI. Lostslst).Nur Wclrasoli Dauostuma (8sob. Msostpatim) macht Akylas zu Hadrian'sBrudersohn> m.n omiin 7o> mmn ;2 727 (oHpns) oh-pn, allein man ist imStande nachznspüren, woher der Midrasch diesen Zug hat. Er stammt augen-scheinlich aus einer Verwechselung mit Kleonimos (oder wie ich nachzuweisenversucht habe: mit Flavins Clemens S. 4l)4), welcher als Schwestersohndes Titus gilt; nur erscheinen hier, was überhaupt den jüngern Midraschimcharakteristisch ist, mehrere Agadas verquickt und überarbeitet. Nach Dibtiuberäth sich v'pm7p 72 o:7pnn (richtiger 72), welcher Tilns Schwestersohn

ist MU'UI .-I'rm.-r 72, mit seinen: Oheim über den Entschluß, zum Judenthumeüberzugehen, weil die Juden eine glänzende Zukunft haben Nach Deuteron,ikadda o. 2 und Hiocia 8ara 10. d. hat sich ein römischer Senator (ar^x-.^r-xoscu27p:o, in welchem jener c>:2M7p 72 durchschimmert), selbst beschnitten und sichaufgeopfert. Tanchuma zerreißt diesen Senator omm 7 p 72 Owpnn in zwei undmacht aus dem einen (Variante m7pnu), der mit Hadrian dieselbe Be-rathnng hält, und aus dem andern einen Senator (au^naSkögo? Lesart

des Aruch) , der sich das Leben nimmt, nachdem er vor Hadrian ein Wort zuGunsten der Juden gesprochen. Offenbar ist hier Akylas mit jenem ou2m7p 72und Hadrian mit T>tus verwechselt. Da nun also weder das Liirouieou Pasolinisnoch Epiphanius ihren Zug nrrSkg»? oder aus dem Tanchuma

geschöpft haben können, aber sie auch, nicht ans dem Finger gesogen haben, somuß die Verwandtschaft des Hadrian .mit Akylas auf irgend einem Miß-verständniß beruhen.