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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Geschichte der Juden.

armenische Text von Eusebius' Chronik hat zum ersten Jahre Hadrians:Haclrinnus luäasos sudsKit tsrtio oontro. Lomunoo rsdellantss. Hieronymusgiebt diesen Passus wieder: 8. Iuäasv8 gni der contra Loinanos rsdslla-verant, odsäisutiam rsvosavlt. Stach dieser Parallele hat man keinenGrund, im armenischen Texte tsrtio in 8sonuäo zu emendiren. DennEnsebius schwankte zwischen zwei Nachrichten, von denen die eine den Aufstandder Juden unter Hadrian in sein erstes Regierungsjahr setzte, und die andereihn gegen das Ende der hadrianischen Zeit verlegte. Jedenfalls hat auch dieEusebianische Quelle die Tradition erhalten: daß die Juden dreimal Auf-stände gemacht haben, nämlich den ersten unter Nero-Vespasian H?' mviwou'wson, den dritten unter Hadrian, der dem ponn.n 0:2^0 der Mischna ent-spricht. So bleibt noch der mittlere Aufstand übrig, der also unter Trajanoder Quictus zu setzen ist, und dem 0:2^0 iw 012IW entsprechen muß. Auchdiese dritte muß nach Palästina verlegt werden. Durch diese feste

Grundlage, daß Quietus einen Aufstand in Judäa niedergeschlagen hat, erhaltensowohl Dio Cassius' wie Spartian's Züge mehr Deutlichkeit und Prägung.Mit Recht hebt Volkmar hervor, wenn Qnietus eine so hohe Stellung unterTrajan eingenommen habe, daß er d. h. Isß'ntrm pro prastors,

ferner Konsul (outksetuch war und gar zum Nachfolger designirt wurde, so mußes für ihn, den rauhen, rücksichtslosen Krieger, in Palästina eine schwere Arbeitgegeben haben. Warum hat ihn Trajan zum Statthalter dieses kleinenLändchens gemacht ('/av^al«? bei Eusebius 1 Ü 8 t. seol. IV. 2 ), das

sonst nur ein Anhängsel von Syrien war, und nur einen Landpflsger (s-r«(>/wr)zu haben pflegte? Spartian's Darstellung: t?aln68tina, nnimum rsdsllsmstksrsliat erhält auch einen guten Sinn. Bei Hadrian's Regierungsantrittwar der Aufstand bereits gedämpft, d. h die Krieger niedergeschlagen, aberes gährte noch in den Gemüthsrn. Diese Aufre ung scheute Hadrian und

machte auch den Juden Concessionen. Das will doch offenbar Spartian mitden Worten aussagen: tsnsnäo-s per ortzsm tsrrnrnm paoi opsram intsnäitHam . . . ligmia äsnigns ao 8alas8ting. rsdsllss animos stksrsduut. Hierschließt sich die Nachricht in OensÄs Ladda (0. 64 ) vortrefflich an: daß dassündhafte Reich zur Zeit R. Josua's angeordnet habe, den Tempel wieder auf-zubauen, daß Pappus und Julianns Wechseltische für die Beisteuer zum Bauvon Akko bis Antiochien aufgestellt haben (ip pi'riei -in-niobi ows wwmoll'-! ho: I.IN ^02 .liu 'hipi O'pro.2 .111) daß der Befehl in Folge der

Denunciation von Samaritanern zurückgenommen wurde, daß sich das Volkin der Rimmon-Ebene zum Aufstande zusammengerottet habe (pnw2 miip p:.mwb2 hp > 1022h ppo . . P21 nw 8i.ir), und daß R. Josua sie durch eineFabel beschwichtigt hat, deren Nutzanwendung war:es ist genug, daß wir vondiesen (den Römern) mit heiler Haut davon gekommen sind .memh uoww u"iunrn miLw v). Die Concession, welche Hadrian den Juden bei derUebernahme des Imperium machte, war also die Erlaubniß gewesen, denTempel wieder aufbauen zu dürfen.

Der Tempelbau oder auch nur die Intention dazu, sowie die RestaurationJerusalems zu Gunsten der Inden in der hadrianischen Zeit ist auch einwichtiges Moment für diese Untersuchung Denn diese Concession des Kaiserswürde auf eine vorangsgangene Schilderhebung schließen lassen. Wir müssendaher diesen Punkt näher ins Auge fassen. Auf die Notiz bei dem confusenKirchenvater Epiphanias, auf welchen man sich zum Beleg dafür beruft (äspouäsridn8 st msn8uri8 80. 14 ) kann ich bei näherer Betrachtung nicht viel