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Geschichte der Juden.
daß Akylas Schüler R. Akiba's war. Dieses bezeugt Hieronymus in deroben (S. 402) ciürten Stelle (XKU>N8 quem innAistrnin ^guilus yrossl^tnsnutnmant und Talmud (s. Liclusoüin I. p. 59 n.): rioo pn.- oo 2:^2 -ou 'o rvxnI'pr 'i 'irr o.:.n vb-pp. Wie R. Akiba namentlich die Objektiv-Partikel rm alsangedeutete Erweiterung — riwo? — interpretirte — .imrwv pr>>,
(S. 397), so gab Akylas jedes rm durch aür wieder, nicht um das hebräischeWort widerspisgeln zu lassen, sondern um den halachischen Sinn anzudeuten.Wie R. Akiba ferner in jedem Buchstaben einen Fingerzeig erblickte, so übersetzteAkylas jede Sylbe und jeden Buchstaben, j.des «pSp»>- und TrpvapS-por. Einesolche nicht sowohl dem Sinn entsprechende, als vielmehr die Pleonasmen deshebräischen Textes wiedergebende Uebersetzung war ein Zeitbedürfniß, und ausdiesem Grunde war die Septuaginta verketzert, weil sie die Pleonasmen, diezu Gunsten der griechischen Syntar verwischt hat, wie Epiphanius (cksmsll8uri8 II.) erzählt. Origines sah sich daher genöthigt, um die der Kirchedienende 8XX bei Juden in Aufnahme zu bringen, alle weggslassenen Pleonasmendurch Asterisken zu bezeichnen: 'Op»/k'r^s ük . .. «iraxark'arizak kxüorw ro?rw rvr
e/Ikl-rovr« kö/ov TrcrOL'Hkro /«p ai'rvl räx ciarkpl(7xor. ob/ /pk/as ttvvk/ks...
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reüs kr r«e? «/t«eg kxxl^aklll? Akeeor /r«P-rr (illick.). Darum war eben Akylas'Uebersetzung im jüdischen Kreise so sehr beliebt, weil sie dem Pathos jener Zeit,die Halacha in dem Schriftwort wiederzufinden, auf eine so vollständige Weisegenügte. Origines erzählt von dieser Beliebtheit bei den Juden: ourw /»p
^txül«? üui-Xkvluv -rß k^p«t.rkss kxük'üvixkr ki-rlbv. Pklorc/io'rkpov -rk/rkarkr-
^kro? x^«p4 'Ivuüatmr kp^rk»xk'r»r rr/r /p«,,)r (OriASNSd all iVIrio anum 2 ).Akylas war demnach keineswegs Sklave des Buchstabens, sondern Herold desakibarschen Jnterpretationssystems. Daher werden aus seiner Uebersetzung, wieaus keiner sonst, an vierzehn Stellen in oer talmudischen und agadischen Literaturganz geläufig citirt, weil sie sich in die jüdische Sphäre hiueingelebt hat. DieseStellen sind in cis' 8o88i'8 Nsor Luasim VI. e. 45. zusammengetragen. DieSeptuaginta dagegen hat nicht dieselbe Autorität genossen, weil außer dreizehnVarianten gar nichts aus ihr in derselben Literatur citirt wird. — Die Identitätdes Proselyten und griechischen Uebersetzers Akylas oder Aquila mit demProselyten oibpim, dem die chaldäische Uebersetzung zum Pentateuch zugeschriebenwird, braucht kaum bewiesen zu werden. Onkelos ist die orientalische Aus-sprache für Akylas. Zur Zeit des Talmud hat das sogenannte TargumOnkelos noch nicht existirt; sonst würde es mindestens dasselbe Ansehen wieAkylas' griechische Uebersetzung erlangt haben, während im Gegentheil mancheUebersstzungen, welche sich in unserem Targum Onkelos finden, vom Talmudund Midrasch geradezu verworfen werden, und nicht einmal als Citate einesbestehenden Targum, sondern als Einfälle Unberufener: . . . p' 2 :nr>a(Vergl. Zunz, Gottesdienstliche Vorträge S. 75.). Alle Gegenbeweise, welche<is L. 088 I sUsor Lnasim e. 45.s für die Verschiedenheit heranbringt, lösen sichin nichts auf, wenn für Gamalisl (i^.n i''o) R. Gamaliel II. emendirt wird.Man nannte nach Akylas die einfache wortgemäße, die Halacha berücksichtigendechaldäische Uebersetzung mwu, ohne daß es einen Uebersetzer dieses
Namens gegeben hat. Frankel hat sich Mühe gegeben nachzuwetsen (in derklassischen Schrift über den Einfluß der palästinensischen Exegese auf diealexandrinische Hermeneutik), daß Akylas uud Targum Onkelos an manchenStellen nicht nur differiren, sondern einander entgegengesetzt übersetzten (S. 15.i. 92. ck. 101. r.). Allein abgesehen davon, daß wir keine Gewißheit haben,