Note 13.
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über Clemens ist nicht angegeben, daß er ein Verwandter des Kaisers Domitiangewesen; nur die clementinischen Homilicn stempeln ihn in romanhafter Aus-schmückung zum Abkömmling des Kaisers Tibsrius. Volkmar behauptet nun,daß allen diesen Sagen der Kern von Flavius Clemens zu Grunde läge, daßdieser halb und halb ein Judenchrist gewesen, und daß ihn die Kirche wie dieSynagoge deswegen zu dem Ihren machen konnte. Dagegen ist nun einzu-wenden, daß den christlichen Sagen gerade die Hauptmomente abgehen: ClemensVerhältnis; zum flavianischen Kaiserhause und sein Tod durch Domitian wegenseines etwaigen christlichen Bekenntnisses. Diese Sagen scheinen vielmehr anden Clemens anzuknüpfen, welcher im Philipperbrief als Begleilsr des ApostelsPaulus erwähnt wird. Und das ist ein ganz anderer Clemens; er hatte garkeine Aehnlichkeit mit jenem Neffen des Kaisers Titus und Domitian. Dieälteren Kirchenschriststeller denken daher gar nicht bei Clemens Romanus anFlavius Clemens. Erst jüngere Historiker identificiren sie künstlich und machenden jüdischen Proselyten zum Christen. Es liegt in der Sucht, jede in denjüdischen Kreisen irgendwie hervorragende Persönlichkeit als Christen aus-zugeben. Orosius macht die adiabenische Königin Helena zur Christin (trist. 76.)Eine christliche Sage, die Eusebius aufbswahrt hat, läßt den jüdischen Philo-sophen Philo mit Petrus Umgang pflegen und ihn Zuneigung für das Christen-thum fassen (tr. sool. II. 17.). In einer Kirche zu Pisa zeigte man das Grabdes älteren Gamaliel, des Enkels Hillel'S 1., der sich zum Christenthum bekehrtund von der Kirche in den Rang der Heiligen erhoben worden. Das Grab,welches die Gebeine mehrerer solcher Bekehrten umschließen soll, hat dieInschrift:
Los in LareoptmKo regnissonnt oorporn saornLanotornin —- . . Lnnvtns dnmalisl ....dnmalisl ckrvr kanli cliclnsonlns olrrn,
Ooetor st sxosllsnt Isrnslita, Init,
Oonoilü nintz'iri üäsigns per omnin onltor.
Den Patriarchen Hillel II. läßt Ephiphanius vor seinem Tode die Taufeempfangen. Ganz dieselbe Glaubwürdigkeit hat aber auch die Bekehrung vonDomitilla und Clemens. Sie hat nicht einmal das Alter für sich.
13.
Akylirs, Aquila, Gnkelos.
Ueber Akylas' sklavisch treue Ueberietzung, wodurch er der griechischenSprache Gewalt angethan hat, ist vielfach Klage geführt worden. Hieronymusgiebt am deutlichsten die Art der akyläischen Uebertragung an, daß er jedeeigenthümliche hebräische Partikel, jede Sylbe, jeden Buchstaben im Griechischenwiederzugeben sich bemühte^gnUa, prosslMrs st eontsntiosns interprss, gninon solnm vsrdu, ssci st et^molozlas vsrdornm translsrrs oonntns sst, fürsxrosioitnr s. nolns . . . (jnocl Lsdrnsi non solnm Iradsnt äx-Sg» ssci etills xaxoil,st s^lladns Interpretstnr st litsrns,älsntlins <rär -rör xai avr ri/r gnock Arason st latillN UnAlla,
non rseipit (cks optimo Ksnsrs intsrprstkunli). Indessen ist der Widersinneiner solchen Uebersetzungsweise zu groß, als daß gar nichts dahinter steckensollte Mir scheint der Schlüssel zu diesem Räthsel in dem Umstande zu liegen,