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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Geschichte der Juden.

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X»s9-/(iav (57. 14.) Eusebius oder sein Vordermann Bruttius (um 25»),erzählen nur, Flavia Domitilla sei christliche Proselytin gewesen, woraus ebenstillschweigend hervorgeht, daß die kirchliche Tradition nichts davon gewußthat: Clemens habe nur um des Christenthums willen das Mär-tyrsrthum gelitten: kV k'rki /4o^iPi«xoi7 /ikP« kPLAwn x«l

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vv/aov //ovrl«!' xaP« PL/Ivigl«!' dii1o<79tti (Ir. 6. III. 18.). Dasselbe erzähltEusebius in seinem Chronicon zur 218. Olympiade. War aber Clemens nichtChrist, so wird es zweifelhaft, ob Domitilla Christin gewesen sei. Ohnehin istdie dem Bruttius entlehnte Nachricht verdächtig; denn Domitilla wird hier zurNichte des Clemens gemacht (-2 «FD.PY6, sx 8orors usptis), während sie Dioals dessen Frau angiebt. Auch eine, allerdings sehr verwitterte, talmudischeSage unterstützt dieses Faktum: daß ein Schwestersohn des Titus, also auchdes Kaisers Domitian, oder ein hochgestellter Senator (ar>,>x2^'rrxo?) jüdischerProselyte geworden. Sogar der Name Clemens schimmert noch durch.(Oittiu 56. b.) '112,1.18 "-o mn 2:2-21 .i'nnu 12 io 2:8?nu. Statt 2yi'n8p

heißt es in einer anderen Sage (^boäa Lara 11. a.): wu v:2'^:8p 12 2:8pnu.Nun, Onkelos ist eine Verwechselung mit dem proselytischen BibelübersetzerAkylas (s. Itote 13). Klonimos dagegen ist eine Entstellung von Clemens,wie in einer kirchlichen Sage aus Clemens Anakletos geworden ist. OhneNamen, aber mit Angabe der Zeit unter Domitian erzählt eine nüchterne undhistorisch gehaltene Notiz: Zur Zeit, als R. Elieser, Josua und Gamaliel inRom waren, hätte der Senat (p2-8,2w) dekretirt: Nach 36 Tagen soll kein Judeim Reiche mehr existiren. Ein Senator, der gottesfürchtig gewesen, hätte denBeschluß R. Gamaliel verrathen und ihn durch seinen Tod durch Giftvereitelt 121,1 in iu'822 pi8 i'2i: 2-22- ui- 18:2 82- :2'8pw i-i:. Nach seinem Todehätte es sich gezeigt, daß derselbe sich gar vorher beschnitten hatte (Deuteron.Labba o 2. p 23». a. d.). Dieselbe Geschichte ist sagenhaft entstellt inL.boclLLara p. 1». b., und hier heißt der Proselyte, welcher sich für die Juden ge-opfert: 2:82- io i>'2?. Aus dem Verlaufe ergiebt sich, daß derselbe identisch istmit o:2'ni^ io v:8,2im oder mit Clemens. p'2,2 erscheint überhaupt daselbst alsallegorischer Name, so bleibt nur 2:82- übrig, welcher die hebräische Uebersetzungvon Clemens sein kann. Mit einem Worte: die talmudisch-agadische Literaturhat den Kern erhalten, daß ein Schwestersohn des Titus und Domitian, einSenator, jüdischer Proselyte geworden, und daß zu seiner Zeit jüdische Weisenin Nom gewesen wären.

Dagegen macht nun Volkmar geltend, daß auch die kirchliche Sage einenchristlichen Proselyten Clemens nennt und gewissermaßen glorificirt. 1) EinemClemens von Rom wird ein Brief (oder zwei) an die Korinther beigelegt überden Streit in der korinthischen Kirche mit der Ermahnung, sich dem Presbyteriumoder der Hierarchie zn unterwerfen. 2) Allenfalls auch zwei «syrisch vorhandene)Briefe eines Clemens Romanus über Askese und Klosterleben. 3> Wird einClemens bald als zweiter Bischof von Rom, erster Nachfolger Petrus und baldals vierter genannt 4) Werden eine Reihe von Schriften, Homilien, Recog-nitionen, Oonstitutionss apostolieas einem römischen Clemens viudicirtClementinen. 5) Endlich wird der Bischof Clemens von Rom auch alsMärtyrer unter dieHeiligen" gezählt. Aber in allen diesen kirchlichen Sagen