Geschichte der Juden.
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Haupt in Mode gekommen waren, übertragen worden zu sein. Jedenfalls irrtHill, cts Hedrnsornm Raddlnis s. mnAistris. daß die Zeit sich nicht bestimmenlasse, wann der Titel Rabbi anfgekommen ist. Man wird daher die BenennungRabbi, welche in den Evangelien tmit Ausnahme des Lucas-Evangeliums)Johannes dem Täufer und Jesus beigelegt werden, als einen Anachronismusnnzusehen haben. Anachronismus ist auch jene Jesu in den Mund gelegteRüge gegen den Ehrgeiz der jüdischen Gesetzlehrer, sich gern mit diesem Titelnennen zu lassen, und die Warnung, daß sich seine Jünger nicht Rabbi nennen
bat. l/k-n ÜL /lh i1lnttiuiu8 23, 7—-A.). Dieses
Moment giebt ebenfalls einen Fingerzeig, wann die Evangelien niedergeschriebenwurden, nämlich zu der Zeit, als der Titel Rabbi in so hohem Ansehen stand,daß die Kirchenlehrer nicht umhin konnten, ihn auch auf Jesus zu übertragen.
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Die Einsetzung des Abendmahles.
Kein Zug verräth so sehr die Unechtheit der von Jesu in den Evangelientradirten Reden und Institutionen, als die Einsetzung des Abendmahls. AmRüsttag des Festes der ungesäuerten Brode (rß -r-ür näher im
Lucasevangelium ?) kV ss k'iUt. rö 7rcia/a) d. h. am
vierzehnten Nisan gab Jesus leinen Jüngern den Auftrag das Paschalamm vor-zubereiten; an demselben aß er das Mahl, indem er das Brod für seine Jüngerbrach und den Kelch herumgehen ließ, und setzte an demselben Abend das Abend-mahl ein. Diese Relation bringt die Interpreten in Verzweiflung. Drei unauf-lösliche Schwierigkeiten bieten sich hierbei dar: 1) Wie konnte Jesus am Abenddes vierzehnten Nissan das Paschamahl feiern, da er doch an demselben Tagegekreuzigt wurde? 2) Warum kennen nur die drei synoptischen Evangeliendie Einsetzung des Abendmahls, während das Johannisevangelium desselben auchnickt mit einer Sylbe erwähnt? 3> Warum kommt bei diesem Paschamahl Jesunur Brod und Wein, und nicht das Hauptrequisit, nämlich das Fleischvom Paschalamm vor, um dessentwillen er doch seinen Jüngern den Auftraggegeben hat? Um die erste Frage zu beantworten, haben die Interpreten undHarmonisten zu allerlei Hypothesen gegriffen, die aber nur von der großen Nothzeugen, etwas als geschichtlich festhalten zn wollen, was sich doch so augen-scheinlich als Sage verräth. Man erklärte: Jesus habe schon am dreizehntenNisan-Abend das Pascha genossen, weil er vorher gewußt, daß er durch seinenTod an dom folgenden Abend daran verhindert sein werde; oder: Jesus habees wohl am rechten Tage genossen, das Synhedrium hätte aber das Paschaum einen Tag verschoben, weil cs den Zusammenlanf des Volkes gefürchtet:weiter: Jesus habe kein wirkliches Pascha genossen, sondern nur ein /raa/adas auch am dreizehnten stattfinden durfte; ferner: wegen derDifferenz zwischen Sadducäern und Pharisäern seien damals zwei verschiedeneRüsttage vorgekommen; ferner: man habe überhaupt das Paschalamm schonam dreizehnten Abend genossen, welches der Vorabend des Paschatages sei;endlich: man habe wegen des Sabbats den Paschatag verschoben, weil amSabbat die Opfervorbereitungen nicht vorgenommen werden durften. Alls dieseund noch andere wunderliche Erklärungen finden sich in Wieners biblischen