schriftlichen Lehre), und nicht von 1:2- „das Wiederholte" abgeleitet. Die Be-nennungen NI, 22 und 1:212 scheinen aber sehr alt zu sein, da von ihnen die VerbaN1,2 und 1:21 gebildet wurden, welche im abgeleiteten Sinne die Bedeutunghaben: sich mit der schristlichen oder mündlichen Lehre beschäftigen; 11112111,2)und 1:2-22 11:2-) sind stehende Redensarten. Dis Mischna scheint aber auch denNamen niroii als Supplement zur 1111 geführt zu haben; denn es wird von'i iir» 1120111 '21 1-2 )e- 112211 gesprochen (Mstrasoir Lostelst zu 5. 8.), wasoffenbar mit '21 1-2 )2> 1:212 identisch erscheint. Dafür spricht das MnemoniconINSVII n:i (Uroclast Larair 9. a.), das weder Raschi, noch Bruch genügend erklären.Die Halachasammlung n.12211, die R. Nehemia beigelegt wird, bedeutet demnacheben so viel wie Mischna, und darf nicht etwa als Ergänzung, Nachtrag oderZusatz zur Hauptmischna betrachtet werden. Die alte Tosifta (nip'ip ni-wii),über deren Fund sich R. Abbahu so sehr gefreut hat, war wohl weiter nichtsanderes, als eine alte Mischna (st Labbal VIII. p. 11 a und an mehrerenStellen). Daß der Ausdruck Mischna bereits vor N. Akiba gebräuchlich war,beweist die Benennung i:i2ni 1:22 (Vergl. weiter unten).
Die Mischna zerfiel vor ihrer Schlußredaktion in zweierlei Disciplinen, in12)1 und 2112. Hauptbsleg dafür ist die Stelle (Liäuseliiu 49 a): 1:22 n'i inn2112 -vom .in.-,' 'i 112)1 i2in imr> -i. Die Mischnasammlung hat diese Eintheilungals etwas längst Fixirtes ausgenommen i m:ni 112)1 2112 112)2 ii'2i.2 in:i 111:1ui, 12 1:12)' n) )2n (Nedarim 35. bV) Die Lehrweise der Halacha bestand darin,daß die überlieferten Sätze ganz trocken ohne Erläuterung tradirt wurden, undzu ihrer Aneignung reichte ein treues Gedächtnis) aus, der Midrasch hingegengab die Anleitung, wie mündliche Bestimmungen aus dem Schrifttexte hergeholtwurden. Sehr klar definirt schon Scherira diesen Begriff in seinem historischenSendschreiben: 22 i>22 ni,2'p2i .ui, 12 ni:)i ni'2i ni'ii pnn ni,2i 1211 'irri nisoi.pii ui ui umu -ui oisi 2212N11 'uro Das Verhältniß der Halacha zumMidrasch, gewissermaßen als Stoffes zur Form, stellt der Sammler der Abot diR. Nathan (0. 29 .) richtig auf: p'112 i:-ni 112: 11 112)1 112 pni 2112 ii'2 2'2 >2 12."'1121 112.1 111 11 112 2' .uw p'ii 2)1 2112 ii'2 pui 112)1 ii'2 2'2 io DerMidrasch, das Produkt der Hillel'schen Schule, erzeugte bald einen neuen Lehrtropus.Neue Fälle, welche weder durch das schriftliche Gesetz, noch durch die Traditionbestimmt waren, wurden nach der Analogie des bereits vorhandenen Halachastoffes,nach den von Hillel eingeführten Deutungsregeln (1112 1) abgeleitet und gefolgert,Bei dieser Operation war aber erforderlich, tiefer auf die Objekts der Gesetze undder zu vergleichenden Fälle einzugehen, ihre Theile und Seiten einer schärferenAnalyse zu unterwerfen und Wesentliches von Zufälligem zu unterscheiden:U1-N121 U,211 (»112)12) 1'2 P21L2 1111, wie sich Scherira darüber ausdrückt. DiesesVerfahren, den Midrasch auf Folgerungen neuer Bestimmungen anzuwenden,hieß später 1121,1, in Babylonien N12:, in Judäa auch i:s)in, und wird von1:22 oder »1212 unterschieden. (Vergl. st IsdamoI IV. 6 . d.): »21 in n.12121121i:s)ini. Mit Recht beweist Scherira aus den Stellen 112)12 1111 11 12m 1111' '1und 112 1)11: 112 p) pn 112)12 pciip.i, daß diese Disciplin bereits vor R. Akibain Gebrauch war, 112)1 pi) i'n 111 22-2N1 212N1 i)>sn, wiewohl andererseitsnicht zu leugnen ist, daß der Talmud erst durch R. Akiba's Theorie seine Aus-
Aus dieser Stelle ergiebt sich, daß der Unterricht in der Schrift bezahlt,in der Mischna hingegen unentgeltlich geleistet wurde. — Im cngern Sinnewird die Halacha auch Mischna genannt, so steht st Leraestob I. p. 3 0..112) pir pn 112)1 und in der Parallelstelle (Ladli ll d.) 112) pir pn 1:21:).