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Geschichte der Juden.
Hoheit gebührenden Treue und Ehrfurcht und des uns zukommendenüblichen Geschenkes. Wir gewähren ihnen daher die Vorrechte, fünfverschiedene Farben zu tragen, am Tage Lampen zu brauchen, langeGewänder zu tragen, sich der Sänften, Schirme, kupfernen Gefäße,Trommeln und Kränze an ihrem Körper zu bedienen, auch Kränzein ihren Straßen anzubriugen. Alle Taxen und Gebühren habenwir für sie sowohl, wie für andere Wohnungen und Bethäuser er-lassen. Diese Vorrechte sollen fünf Geschlechter, nämlich JussuffRabban und seine Nachfolger in gerader Linie, seine männlichen undweiblichen Kinder, seine Enkel von seinen Söhnen und Töchtern alserbliches Recht genießen, so lange die Erde und der Mond dauern.Unterzeichnet Swastri Sri und andere Fürsten" Z.
Die Auswanderer unter Joseph Rabban fanden aber allem An-scheine nach bereits früher angesiedelte Familien in Indien vor,welche ebenfalls aus Persien in einer früheren Zeit (231) einge-wandert sein wollen, um welche Zeit auch China seine jüdische Be-völkerung erhalten haben soll. Die Juden Ost-Indiens bestehen nochjetzt aus 2 Klassen, richtiger Kasten, welche durch Hautfarbe, Gesichts-züge, Gesittung und andere Eigenthümlichkeiten so sehr von einanderverschieden sind, daß man sie kaum für Söhne eines und desselbenStammes erkennen kann. Es giebt an der Küste Malabar, im be-nachbarten Binnenland und auf der Insel Ceylon Juden mit weißerHautfarbe, welche sich von Jerusalem nennen, und schwarze Juden,die sich in nichts von den Urbewohnern Indiens unterscheiden; diesebetrachten sich als die ältesten. Zwischen diesen beiden Klassen bestehtkeinerlei Gemeinschaft, und die weißen jüdischen Familien sehen mitjenem Stolze, welchen die weiße Hautfarbe in allen Erdtheilen alsdie bevorzugte besitzt, verächtlich auf ihre schwarzen Religionsgenossenherab. Die letzteren sind allerdings sehr vernachlässigt, selbst in derReligion ihrer Väter unwissend, besitzen nur wenige Exemplare vonder heiligen Schrift und von der Tradition, sowie von ihrer eigenenGeschichte wissen sie gar nichts Die weißen Juden Indiens glaubenlange vor Joseph Rabban, schon zur Zeit des assyrischen KönigsSalmanassar aus Jerusalem eingewandert zu sein, und zu den zehnStämmen zu gehören; indem Ganges-Flusse erblickten sie das biblischeGosan, wohin die assyrischen Eroberer einen Theil der zehn Stämmeversetzt hatten, und den Wunderfluß Sambation oder Sabbation,der sechs Tage fließen und am Sabbat ruhen soll, wollen sie in derNähe der indischen Stadt Calicut endeckt haben.
>) Nach llsrvisb IntslliKsnos Jahrgang 1840. Februarheft.
2) Ritter das. LsnMnin von Inäsla säit p.sbsr, hebräischer Text. S. 82.