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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Die Verfolgungen in Babylonien.

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zum Frieden zu führen, denn siegend oder besiegt, will sich die An-hänglichkeit durch verdoppelten Eifer bethätigen; religiöse Polemik wardaher stets der Vorläufer von Verfolgungen und Religionskriegen.Ohnehin hatte das Christenthnm mit seinem Bekehrnngseifer die Magierzur Gegenwehr heransgefordert. Die Manichäer, welche jüdische,christliche und persische Religionsansichten zu einem eigenen Gemischeverbunden hatten, machten in Persien Verketzerungen ebenso einheimischwie im römischen Reiche. Jesdigerd verfolgte Manichäer und Christen.Früher oder später mußte der Persische Lichtcnltns am JudenthumAnstoß nehmen und es auf die Liste seiner Feinde setzen. Ueber dasVerhalten der Inden dem Verbote gegenüber, den Sabbat zu feiern,schweigen die Chroniken; cs wird indessen den Gewissenhaften nichtan Gelegenheit gefehlt haben, es zu umgehen, daher werden keineMärtyrer aus dieser Verfolgung namhaft gemacht. Ohnehin dauerteder Zwang etwa ein Jahr, da Jesdigerd bald darauf getödtet wurdeund seine Söhne Chodar-Warda und Piruz um den Besitz derKrone einen Bürgerkrieg führten Eine Sage erzählt, er sei inFolge der inbrünstigen Gebete von Mar und N. Sama auf seinemBette von einem Drachen verschlungen worden. Dieser R. Samab. Rabba, das vorletzte amoräische Schulhanpt von Pnmbadita, warder Nachfolger RachnmaLs und fungirte fünfzehn Jahre (456 471),ohne eine Spur seiner Wirksamkeit zu hinterlassen. Aber auch Marbar Aschi, obwohl die einzige Autorität dieser Zeit, dessen Ent-scheidungen bis auf drei Fälle Gesetzeskraft erhielten, scheint in dersuranischen Metibta keinen besonderen Glanz entwickelt zu haben. Ersetzte die Thätigkeit seines Vaters fort, die Talmudsammlung zu vervoll-ständigen, wobei er auch dessen Entscheidungen aufnahm, aber diejenigenverwarf, von denen er wußte, daß derselbe im Alter davon zurück-gekommen war 2). Er und seine Zeitgenossen mochten sich um so eherzur Sammlung und znm Abschluß gedrängt fühlen, als die erlebteVerfolgung die Zukunft unsicher gemacht hatte. Von seinem Charakterist weiter nichts bekannt, als ein Zug von Gewissenhaftigkeit,welcher von Raba's Parteilichkeit für die Standesgenossen grell ab-

si Scherira berichtet nach einer alten Chronik, daß Jesdigerd (III.) getödtetworden sei (Sendschreiben). Aehnliches referirt unter den inorgenländischenSchriftstellern Eutychius (banales I. Ilw): Vasilsjsrdo s medio sndlato clsrez-no oontendsrnnt dno ixsins tilii ?lnrrm st Ibsruios (llormrm III). Jes-digerd regierte nach Mordtmann 440457 und sein Sohn Hörnum, oder wieer nach Mordtmanns Vermuthung hieß ni-rinn 457458. Zeitschrift derdeutsch-morgenl. Gesellschaft VIII. S. 71.

2) Cittiu 29. d.