Die Juden von Magona.
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dort das Recht, sich in Alexandrien niederzulassen. Die Uebrigenhatten also Verbannung und Ungemach freudig um ihrer Ueberzeugnngwillen ertragen Z.
Nicht so fest waren die Inden in der kleinen Stadt Magona(Mahon) auf der spanischen Insel des Mittelmeeres Minorca, welcheder dortige Bischof Severus durch Straßenkämpfe ermüdete und auchihre Synagoge einäschern ließ, um sie zum Christenthnm zu zwingen.In Spanien und ans den dazu gehörigen Inseln hatten sich Judenfrühzeitig, wahrscheinlich noch zur Zeit der römischen Republik nieder-gelassen und lebten dort in freundschaftlichem Verkehr mit den Ur-bewohnern. Selbst als die Iberer das Christenthnm angenommenhatten, ließen die Ackerbauer ihre Feldfrüchte von Inden einsegnen.In Spanien regte aber auch zuerst die katholische Geistlichkeit denFanatismus der christlichen Bevölkerung gegen die Inden auf. JenerBischof Osius (Hosius) von Corduba, welcher auch beim nicäischenConcil getagt hatte, veranstaltete eine Kirchenversammlnng in Jlli-beris (Elvira bei Granada), auf welcher den Christen bei Strafeder Excommunication untersagt wurde, mit Juden zu verkehren, mitihnen Eheverbindungen einzugehen und ihre Feldfrüchte von ihnensegnen zu lassen"). Die Juden von Magona, welche durch die An-führung ihres reichen gelehrten Vorstehers Theodor nicht ganznnmächtig waren, setzten ihren Feinden langen, hartnäckigen Wider-stand entgegen, bis auch er, zur Verzweiflung getrieben, sich taufenließ und viele nach sich zog. Trotz des Beispiels ihrer Männerwollten die Franen noch lange nicht von ihrer Anhänglichkeit an dasJudenthum lassen. Die Treugebliebenen flohen in Wälder undSchluchten und zogen einen elenden Tod der Abtrünnigkeit vor. So-viel läßt sich ans dem geflissentlich entstellten, wenn nicht gar erdich-teten Sendschreiben entnehmen, welches der Bischof Severus an sämmt-liche Bischöfe und Geistliche gerichtet haben soll, um ihnen dasWunderwerk der Bekehrung der Juden ans Magona anzuzeigen, undsie zu ermahnen, sich desselben Eifers für die Bekehrung der Judenzu befleißigen ^).
Die Juden, zu schwach, um die ihnen in beiden christlichenReichen zugefügten Unbilden abznwehren, machten sich über ihre Feindehinter ihrem Rücken lustig, wodurch der schwächere Theil sich überallund zu jeder Zeit ein wenig Erleichterung verschafft, bedienten sich
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