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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Theodosius I.

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Antiochiens trieben es aber auch zn arg: sie zogen Christen für ihreSitten, ihren Gottesdienst und ihre Gerichtshöfe an, wenn auch ohneihr Hinznthun. An Sabbaten und Feiertagen fanden sich regelmäßigviele Christen in den Synagogen ein, besonders vom weiblichen Ge-schlechts, vornehme Damen und auch Frauen von verachtetem Gewerbe.Mit Andacht hörten sie dem Posaunenblasen am jüdischen Neujahrzu, wohnten dem feierlichen Gottesdienste am Versöhnnngstage beiund betheiligten sich an den Freuden des Hüttenfestes. Es hatte umso mehr Reiz für sie, da sie genöthigt waren es hinter dem Rücken derchristlichen Priester zu thun und sie die Nachbarn angehen mußten, nichtsdavon zu verrathen. Christen zogen es vor, ihre Processe vor jüdischeRichter zu bringen, weil die jüdische Eidesformel ihnen imposanterund eindringlicher schien. Gegen solche freiwillige Verehrung jüdischerInstitutionen von Seiten der Christen ließ Chrysostomus seine ge-waltigen Capncinerpredigten erschallen, hängte ihnen jeden Unglimpfan und nannte die Synagogen schändliche Theater, Räuberhöhlen undnoch weit Schlimmeres

Ambrosius von Mailand, ein theologisch-unwissender, zufahrenderStaatsbeamter, den ein tnmultnarischer Ruf in der Kirche zum Bischofgemacht hatte, war noch viel giftiger gegen die Juden. Als dieChristen in Rom eine Synagoge verbrannt hatten, und der UsurpatorMaximus dem römischen Senat befohlen hatte, sie auf Kosten derStadt wieder Herstellen zu lassen, nannte ihn Ambrosius einen Juden.Der Bischof von Callinicus in Nordmesopotamien ließ durch Mönchein der dortigen Gegend eine Synagoge einäschern, wofür ihm Theo-dosius bedeutete, sie auf eigene Kosten wieder aufbauen zu lassen; dieTheilnehmer ließ er bestrafen (388). Hierdurch auf's Heftigste ent-flammt, gebrauchte Ambrosius in seinem Sendschreiben an den Kaiserso scharfe, aufreizende Worte, daß er ihn zum Widerrufe des Be-fehles zwang. Er beschuldigte die Juden, daß sie die römischen Ge-setze verachteten, und rief ihnen höhnisch zu: daß sie aus ihrer Mittekeinen Kaiser, keinen Statthalter aufstellen, daß sie nicht in das Heeroder in den Senat treten, nicht einmal an der Tafel der Großenspeisen dürften; sie wären nur dazu da, um schwere Abgaben zuzahlen 2 ). Diesem frommen Unfuge wollte Theodosius durch Gesetze

Obr^sv8tomi oratious3 ssx oontra cknässos in P. I. seiner Hoinilien.Sie sind wohl um 36687 gehalten worden. Zum Beleg für die Eingenommen-heit der antiochsnsischen Christen für das Judenthum will ich nur einen Passusaus oratio I. anführen: Uavlicckons »»t

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2) ^.wdi'osii epistolN I§0. 29.