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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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R. Aschi.

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er wieder die maßgebende Autorität wurde, die sich seit Raba's Todkeine Persönlichkeit erringen konnte. R. Aschi vereinigte in sich diesuranische Gründlichkeit in Kenntniß des ganzen Lehrstoffes mit derpnmbaditanischen Dialektik und genügte dadurch allen Ansprüchen.Die Mitwelt gab ihm den auszeichnenden Ehrentitel Rabbana (unserLehrer). Während seiner zweinndfünfzigjährigen Wirksamkeit folgtenin Pumbadita sieben Schulhäupter aufeinander Z. Auch Nahardea,das seit der Zerstörung durch Ben-Nazar (Odenath) keine Rolle mehrspielte, erlangte wieder einigen Ruhm durch das von Amemar dorteröffnete Lehrhaus (390420). Aber keiner dieser Lehrer machteR. Aschi den Vorrang streitig, und Sura nahm wieder die ruhmvolleStelle ein, die ihm Rab verliehen hatte. Die ältesten Amoräer,Huna b. Nathan, Amemar und Mar-Sutra ordneten sichfreiwillig R. Aschi's Autorität unter, und überließen es ihm, dieEinheit wieder herzustellen. In R. Aschi vereinigte sich wiederumAnsehen und Gelehrsamkeit, wie zur Zeit Moses' und R. Juda's, desMischnasammlers ^). Selbst die zwei aufeinander folgenden Exils-fürsteu seiner Zeit (Mar-Kahana und Mar-Sutra I.) fügten sich seinenAnordnungen. In Sura empfingen die Exilsfürsteu die Huldigungvon Abgeordneten aller babylonischen Gemeinden, anstatt daß esfrüher in Nahardea, später in der Blüthe der pnmbaditanischen Metibtadaselbst geschehen war. Diese Huldigung fand alljährlich im Anfangdes Monats Marcheschwan (im Herbste) an einem Sabbat statt, unddieser Huldignngssabbat hieß Rigle der Exilarchen. Auch außer-ordentliche Volksversammlungen, die auf Befehl des Exilfürsten zu-sammen kamen, wurden fortan in Sura abgehalten;^) darum mußtensich die Patriarchen, wenn sie ihre Residenz auch in einer andernStadt aufgeschlagen hatten, dahin begeben. R. Aschi hatte also Surazum Mittelpunkt des babylonisch-jüdischen Lebens gemacht und daranAlles gefesselt, was in diesem Kreise Oeffentliches und Allgemeinesvorging. Der Glanz, den die zahlreichen Versammlungen verbreiteten,war so groß, daß sich R. Aschi wunderte, daß die heidnischen Perser,die das Alles mit ansahen, sich nicht zur Annahme des Jndenthnmsbewogen fühlten.Die Einwohner von Sura", bemerkte er,sind

si Auf R Chama (gest. 377) folgte R. Zebid b. Uschaja (377385), dannR. Dimi b. Chinena <385388); Rafrem b. Papa, dessen Todesjahr unbekanntist; R. Kahana (gest. 411); Mar Sutra ,411414); R. Acha b. Raba (414419), endlich N. Gebiha aus Be-Katil (419433).

2) 8) nbsclrin 36. a.

") Scherira's Sendschreiben. Vergl. b. Lrubin 59. a. sir unipom-,

vielleicht identisch mit rnpni; (corruinpirt rnpi-n?.)