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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Julian's Kriegeszug.

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goldenen Traum, der von Crassns und Cäsar an viele römische Feld-herren in die Enphratgegend gelockt, den römischen Adler jenseits desTigris fliegen zu lassen. Wiederum standen Europa und Asieneinander gegenüber, jenes vertreten von Julian, der fast noch ansJünglingsalter streifte, dieses von Schabnr, der sich schon dem Greifen-alter näherte. Der Kriegsschauplatz war znm großen Theil das Ge-biet des jüdischen Babylonien. Julian zog mit seinen: wohlgerüstetenHeere längs des Euphrat hin. Auf welcher Seite die Juden standen,ist nicht zu ermitteln. Das von vielen Juden bewohnte Firuz-Schabur(?zmisabc»'o, wurde drei Tage lang hart belagert, zur

Kapitulation gezwungen und zuletzt verbrannt ^). Die Einwohner hattensich vermöge kleiner Nachen auf den Euphratkanälen gerettet; dasVerhalten der jüdischen Einwohner von Firnz-Schabur gegen Jnlianbleibt demnach zweifelhaft. Nur die ganz von Inden bewohnte, vonnieder:: Mauern umgebene Stadt Bitra (richtiger Birtha) zeigteeinenfeindlichen Sinn, sie war von ihren Bewohnern ganz verlassen, wes-wegen die Soldaten sie in kriegerischer Wuth in Brand steckten").Allein aus dem Verhalten der Birthenser läßt sich kein Schluß aufdas der babylonischen Inden überhaupt ziehen, indem jene damalsnicht mehr als Inden betrachtet wurden. Weil sie am SabbatFischfang gehalten, hatte sie ein gewisser R. Achi in den Banngethan, darum waren sie von: Jndenthume ganz abgefallen. Mannannte ihre Stadt ans diesem Grunde das apostatische Birtha(äi-bo 8at::: 3). Die Stadt Machuza i^laoAL-illnIka), gewissermaßendie Vorstadt von Ktesiphon, in der eine Persische Besatzung lag, erlitteine harte Belagerung und setzte einen so hartnäckigen Widerstandentgegen, daß die ganze militärische Macht der Römer kann: hinreichte,sie zun: Falle zu bringen. Machuza, der Sitz von Raba's Metibta,dessen stolze jüdische Bewohner an Pracht mit denen der Hauptstadtwetteiferten, fiel zehn Jahre nach Raba's Tod (363) unter denStreichen der römischen Belagernngsmaschinen und wurde in einenTrümmerhaufen verwandelt^). Nach den: Kriege wurde es wiederneu gebaut. Bei allen Fortschritten, die Julian im Feindeslandmachte, gelang es ihm nicht, Ktesiphon zu erreichen; ein eigenes Ver-hängnis) waltete über den römischen Waffen, daß sie nie ihre Siegeüber die Persische Hauptstadt hinaustragen konnten. Julian verlordurch Verwegenheit und Tollkühnheit nickt nur die Früchte seiner

H Xmmianns XXIII. 3. 4. 2asim::s III. 7.2) Xmwlanns das. 5. Aosimns III. 20b) Xnlnsobin 72. a. y Xmmiann» das.