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Geschichte der Juden.
Siege, sondern büßte auch sein Leben ein. Als er in einem Treffensich von der Hitze Hinreißen ließ, sich ohne Helm in das heißesteSchlachtgewühl zn werfen, wurde er von einem Pfeil getroffen, denein Christ aus seinem Heere ans ihn abgedrückt haben soll. Ruhig undeines Philosophen würdig hauchte Julian sein Leben ans. Die christ-lichen Schriftsteller, denen Julian als der leibhafte Antichrist erschien,haben die Sage erfunden, daß ein Engel den tödtenden Pfeil aufJulian abgeschossen, und daß der sterbende Kaiser, das Blut seinerWunde zum Himmel spritzend, dabei die halb anerkennenden, halblästerlichen Worte gesprochen: „Du hast gesiegt; Galiläer." Der TodJulians in der Tigrisgegend (Juni 363), raubte den Juden denletzten Hoffnungsstrahl auf eine ruhige, unangefochtene Existenz. SeineHuld hatte jedoch so viel bewirkt, daß die feindseligen Edikte Con-stantin's und Constantins' gegen die Inden nicht sobald wieder erneuertwurden. Julian's Verordnungen, insofern sie nicht die Bevorzugungder Juden betrafen, blieben in Kraft. Jovi an, Nachfolger Julian's(Juni 363 bis Febr. 364), welcher einen schmählichen Frieden mitdem siegreichen Schabnr eingehen und unter Andern auch das wichtigeNisibis abtreten mußte, lebte zu kurze Zeit, um eine Aenderungdnrchzusetzen. Er gestattete, daß sich jeder frei, ohne Nachtheil zuerfahren, zn irgend welcher Religion bekennen dürfe Z. Abermalshatte das römische Reich zwei Kaiser: Valentinian I (364—375)und Valens (364—378). Der Letztere, Kaiser des Morgenlandes,war Arianer und hatte selbst zn harte Kämpfe mit der mächtigen Parteider Katholiken, um unduldsam zu sein; darum schützte er die Judenund erwies ihnen Ehren und Auszeichnungen"). Sein BruderValentinian I., der Kaiser des Abendlandes, hat in dem Streitzwischen Katholiken und Arianern ebenfalls den Weg der Toleranzgewählt, daß jeder sich frei zn der einen oder andern Religion ohnepolitische Nachtheile bekennen dürfe (371^). Diese Toleranz kam auchden Inden zu Gute. Die Synagogen und Religionsstätten befreiteValentinian von der lästigen Einquartirung der Soldaten.
Vbsinestins, oratio ack ckoviannin eck. ketavii x. 278.
2) Osärsnns zum 7. Jahre Valens: ö «iirö? xc-t'/ovckalov? erv«
Auf 6ock. Vbeockosianns XVI. V. 8. Z 13 darf man sich wohl schwerlich berufen,obwohl es daselbst heißt: nos in oonservanckis sornin (cknckmornm) xrivileZIisvetsrss imiteinur... Ick sniin st ckivi Oonstantinns, st Lonstantius, stValen-tiuianns, st Valens ckivino arbitrio cksersverant. Diese Berufung scheint bloßeine Phrase oder eine Beschönigung zu sein; denn Constantius hat schwerlichdie Juden privilegirt.
b) 6ocksx I'iieockosianns I-, XI. O. 16. ß 9. I,. VI. V. 8. 8 13.