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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Geschichte der Juden.

Röthigen zu unterstützen.^) Schon waren die Baumaterialien vor-bereitet, Arbeiter in Menge versammelt, die mit dem Hinwegränmender Trümmer beschäftigt waren, welche seit der beinah dreihundert-jährigen Zerstörung auf der Tempelstätte zusammengehänft lagen.Die Juden scheinen sich für den Tempelbau nicht interessirt zu haben,denn die jüdischen Quellen schweigen über diese Thatsache ganz undgar, und was die später» christlichen Berichte vom Eifer der Judenfür den Ban zu erzählen wissen, ist rein erdichtet. Die entferntenGemeinden sollen Gelder zum Ban geschickt, Frauen sogar ihren Schmuckdazu verkauft und in ihrem Schooße Steine zngetragen haben. Alleindieses Alles war sehr unnöthig, denn Julian hatte für Baustoffe undArbeiter reichlich gesorgt. Die Christen sprengten ferner das Gerüchtaus: Julian zeigte sich nur ans dem Grunde wohlwollend gegen dieJuden, um sie zum Heidenthum hinüberznlocken ^). Als besondersboshaft erscheint der Zug, als hätten die Juden mehrere Kirchen inJudäa und den Nachbarländern zerstört und den Christen gedroht,ihnen so viel Böses zuzufügen, als sie von christlichen Kaisern erlittenhatten, ch Glaubwürdiger ist die Nachricht, daß die Christen in Edessasämmtliche Juden dieser Stadt damals niedergemetzelt haben. ^) Esist mit Gewißheit anznnchmen, daß die Hoffnung auf Wiederherstellungdes jüdischen Staates, welche zwei oder drei Revolutionen entzündetund so viele Opfer gekostet hatte, in den Gemüthern der jüdischenNation erloschen war. Man erwartete die Wiederherstellung derfrüheren Herrlichkeit nur von der Erscheinung des Messias; ein Tempelohne denselben schien in der Anschauung der Zeit durchaus ungereimt,und noch viel weniger konnte ein römischer Kaiser als Messias be-trachtet worden sein. Allgemein war die Ansicht verbreitet,Gotthabe das jüdische Volk in Eid genommen, daß sie nicht über dieMauer steigen (mit Gewalt den Staat Herstellen), sich nicht gegen dieherrschenden Völker auflehnen, sondern das Joch geduldig bis zurMessiaszeit ertragen und diese Zeit nicht stürmisch herbeiführensollen." °).

*) ^.ininiauns iilarceliinns XXIII I.

") Lbrz'sostomns oratio III contra llnässos.

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ö) Die Originalstelle Llauticnm Labba I. Ende. In b. Xktnbnt x. III. a.ist die Fassung entstellt, anstatt ,nri 22 > 'i heißt es das. wri Ohnehin ist ipni' nicorrumpirt statt i.ini-. Die Träger dieser interessanten Agada sind nicht, leichtzu ermitteln, vielleicht ii 'i 2^2 i 2 °m ' 1 , vom Ende des III. und Anfang des IV.Jahrhunderts.