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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Raba.

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bei Gesetzesübertretungen zwischen Frechheit, Leidenschaftlichkeit, Un-achtsamkeit und Unwissenheit Z. Diese subtile talmndische Dialektik hatvon Abaji und Raba, ihren Meistern, den NamenHawajot (Ver-tiefungen) d'Abaji we Raba" erhalten.

Abaji fnngirte nur etwa fünf (und nicht zwölf oder dreizehn)Jahre''). Vor seinem Tode hörte er noch von den harten Ver-folgungen, die seine Stammverwandten in Judäa unter Constantiuserduldeten. Die Flüchtlinge, welche diese traurigen Nachrichten nachBabylonien brachten, führten auch neue Halachas ans R. Jochanan'sKreise zu und frischten dadurch das wissenschaftliche Leben auf. Nach-dem Abaji noch auf den Rath eines dieser Auswanderer gegen dasbestehende Omen, die wegen ihrer Schönheit zu ihrer Zeit berühmte,zweimal verwittwete Choma, eine Enkelin R. Juda's, geheirathethatte, ch starb er im Mannesalter (338).

Nach seinem Tode wurde die Resch-Metibtawürde ohne weiteres,als wenn sich das von selbst verstände, auf Raba bar Josephbar Chama ans Machuza übertragen (geb. 299, gcst. 352.) Rabawar reich, geistvoll, scharfsinnig, hatte aber schwache Seiten, wodurcher seinen Mit-Amoräern nachstand, wie er sie durch Geistesschärfeüberstrahlte. Er kannte sich selbst genau und schildert sich mit denWorten:Von den drei Wünschen, die ich stets hegte, sind mir zweiin Erfüllung gegangen, der dritte aber blieb mir versagt; ich wünschteR. Huna's Wissen und R. Chasda's Reichthum und erlangte sie, aberdie bescheidene Anspruchslosigkeit Rabba bar Huna's wurde mir nichtbeschicken." Obwohl hoch über seinen Landsleuten stehend, hatte erdoch einen Anflug von dem Charakter der Machuzaner, war luxuriös,stolz, übermüthig, schmeichelte aber seinen Landsleuten, obwohl sie inBabylonien nicht den besten Ruf hatten, mehr als gebührlich. Eslag ihm sehr am Herzen, die Gunst derselben zu erlangen und zuerhalten.Als ich," erzählt er selbst,Richter wurde, fürchtete ich,daß die Machuzaner mir ihre Anhänglichkeit entziehen würden, in-dessen da sie meine Unparteilichkeit im Rechtsprechen erkennen, müssenmich entweder Alle hassen oder Alle lieben" Dieses Haschen nachVolksgnnst auf Kosten der sittlichen Würde scheint Abaji an ihm ge-rügt zu haben:Wenn ein Gesetzeslehrer," sprach er,bei seinen Mit-bürgern allzusehr beliebt ist, so ist nicht sein höheres Verdienst dieUrsache, sondern seine Nachsicht, weil er sie nicht auf ihre Untugendenaufmerksam macht, und sie nicht ernstlich zurechtweist" ^). Die

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2) Note 1. °) äsbamot 04. b. y Xetnbot lOö. b. ">) Daselbst.