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Geschichte der Juden.
einem anderen angesehenen Manne übergeben *). Die christliche Geist-lichkeit Palästinas und Wohl der beim Kaiser angesehene BischofEusebius trugen Sorge dafür, daß Joseph für seinen Uebertrittbelohnt wurde. Constantin verlieh ihm die Würde eines Comes,womit ihm eine Art Straflosigkeit für Vergehungen und Ungesetzlich-keiten ertheilt war. Joseph erhielt auch vom Kaiser die Erlaubniß,die ersten Kirchen in Galiläa zu bauen, wo bis dahin wenig Christenlebten. Auch darüber erzählte er manche Fabeln. Als er den Baueiner Kirche in Liberias begonnen, hatten die Inden durch Zaubereidas Feuer der Kalköfen so zu binden gewußt, daß der Kalk nicht ge-brannt werden konnte, bis Joseph im Namen Jesu von Nazareth demWasser die Kraft verliehen habe, den Zauber zu lösen und gar dasFeuer brennen zu machen; die zahlreich anwesenden Juden hättenhierdurch die Macht des Gottes der Christen anerkannt. Der ehe-malige Patriarchenapostel baute noch Kirchen in Sepphoris (Oio-eaosarea), Nazareth und Capernaum und verdrängte auch von da,dem letzten Asyl der Juden in ihrer Heimath, die neue VerfolgungenGewärtigen. Im Alter ließ sich Joseph in Betsan nieder, und er sei,wie er erzählt, allen Verlockungen der Arianer widerstehend, demkatholischen Bekenntnisse treu geblieben").
Den Sohn und Nachfolger jenes Patriarchen, der beim Tod desVaters noch unmündig gewesen sein soll (wahrscheinlich Hillel II.)verunglimpfte Joseph in zwiefacher Absicht, um einen hochgestelltenStammgcnossen, der Grund hatte, ihn zu hassen, einfach durch Ver-leumdungen zu brandmarken und um die Wnnderthätigkeit desKreuzeszeichens zu bezeugen. Er erzählt von dem jungen Patriarchen,zu dessen Vormund und Wächter er bestellt gewesen sein soll: er habesich, von jungen Genossen verführt, einem ausschweifenden Lebenergeben und sogar durch magische Künste ehrbare, tngendsame Frauenzur Unzucht verleitet. Einst habe er sich in ein schönes christlichesWeib verliebt, habe sich ihr nähern wollen, und abgewiesen, habe ermit seinen Genossen abermals magische Mittel zu ihrer Verführungangewendct. Aber die Bekrenzigungen, welche diese Frau häufig ge-macht, habe die dämonische Gewalt von ihr abgleiten lassen^). DieserPatriarch Hillel II. (um 330 —365 Z war aber einer der würdigstenNachkommen des älteren Hillel allerdings kein Verehrer des Christen-thums und wurde von einem Kaiser, der ebenfalls Grund hatte,der anmaßlichcn Kirche gram zu sein, vielfach bevorzugt.
1) Unchbanins aävsrsns Uaersseo U. I. 1. II. 4. 6. (S. Note 1.)
2) Das. 9. 12. 2 ) Hpipliaiüus aävsrsns Ureresss das. 7. 8
-h Note 22.