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Geschichte der Juden.
wegen Glaubensansichten, wenn einer davon um ein Haar abwich; wiesollten sie gegen das Judenthum duldsam sein? Die Verketzerungssucht,welche in der Unbestimmtheit der Glaubensartikel ihren Grund hatte,stachelte die Vertreter der Kirche zur Verfolgungssucht an. Alsbald hießdas Judenthum eine schädliche, ruchlose, gottlose Sekte (lkralis, nekariasveta), welche wo möglich vom Erdboden vertilgt werden müßte.Alsbald wurde ein kaiserliches Edikt dekretirt, daß die Juden keineProselyten aufnehmen dürfen, bei Strafe für die Zutretenden wiefür die Ausnehmenden (315). Alsbald wurde auch dem christlichenBekehrungseifer die Unterstützung der Staatsmacht zu Theil, welcheden Juden verbot, über ihre Mitglieder die Strafe für den Abfallzu verhängen, welche das Christenthum doch gegen seine Bekenner ineinem so grausencrregenden Maaße verschärft hatte: „Diejenigen,welche sich an die Abtrünnigen mit Steinen oder jeder andern Artzu vergreifen wagen, sollen mit allen ihren Teilnehmern den Flammenübergeben werden" *). Denn es konnte nicht fehlen, daß gesinnungs-lose Juden durch die entschiedene Hinneigung* des Kaisers Constantinzum Christenthum und durch Aussicht auf Vortheile ebenfalls über-traten ^). Die Kirche legte es förmlich darauf an, durch Nachtheile,welche aus dem Festhalten am Judenthum entsprangen und Vortheile,welche die Abtrünnigen vom Staate zu erwarten hatten, die Schwachenunter allerlei Versprechungen zum Abfall vom Judenthum zu ver-locken: „Warum laßt ihr euch für euren Gott tödten? Sehet nur,wie viele Strafen, wie viele Plünderungen er über euch verhängt!Kommet zu uns, wir machen euch zu Herzögen, Statthaltern (ülparodai)und Heerführern <8tratslatai)."/). „Das sündhafte römische Reich
„„der Sohn deiner Mutter"" sucht die Treuen wankend zu machen," ^1das waren die Texte, über welche die Volksredner der Synagoge vonjetzt an zu sprechen hatten. Privilegien der Juden hob Constantinauf, so z. B- die der Stadt Köln, und dekretirte, daß mit Ausnahmevon je zwei oder drei sie sämmtlich zu lästigen städtischen Aemterngezogen werden sollten^). Alsbald sah die Welt das niegeahnte
') Das. Z 1.
2) LdultaraK Lar-Lobrssos x. 135 giebt an, es seien 12000 Juden undHeiden damals übergetreten.
°) ?S8llrta llabbadi o. 21. Das. o 15.
b) Das Gesetz Ooäsx Ibsoä. das. Z 3 vom Dec. 321 ist deswegen interessant,weil es besagt, daß die Juden noch früher in Köln gewohnt haben, vsenriouibnsL.Z-r1iM6usii>us, Ouuotm Oräiuldus Asnsrali leAS oonosäiinns, lluäasos vooarsack 6nriam. Vsruiu, nt alignict ixsis, aä solatinin pristinks od8srvationis,roliuguatnr, dino8 vel tsrnoo xrivilsKÜo xorxeti xmtimnr nnlli8 nominationibnsoeouxari.