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Geschichte der Juden.
Bedeutender und origineller war R. Ab bahn aus Cäsaren amMeere und bildet einen Gegensatz zu R. Chija und R. Simon, denSöhnen Abba's. Er besaß Reichthümer, hielt gothische Sklaven, inseinem Hanse waren Sitze aus Elfenbein angebracht; sein Erwerbs-zweig war Verfertigung von Frauenschleiern Z. Er verstand, wieWenige seiner Zeit, die griechische Sprache vollkommen, unterredetesich mit gebildeten Heiden und ließ seine Tochter im Griechischenunterrichten, weil er die Kenntniß dieser Sprache für eine Zierdegebildeter Mädchen hielt, wobei er sich auf R. Jochanan's Erlaubnißberief. Der strenge R. Simon b. Abba, ein Feind der weltlichenBildung, äußerte sich rügend darüber: „Weil er seine Tochter imGriechischen unterrichten läßt, darum legt er es R. Jochanan in denMund." Auf diesen Angriff gegen seine Wahrhaftigkeit betheuertcR. Abbahn, daß er diese Ueberlieferung wirklich aus dem MundeR. Jochanan's vernommen habe ^). Wegen seiner Vertrautheit mitder Cnltnrform der Zeit, welche Viele für sündhaft gehalten haben,wandte man auf ihn den Vers an: „Es ist gut, daß du Dieses(Halachakenntniß) ergreifst und auch Jenes (griechische Bildung) nichtvernachlässigst, denn der Gottesfürchtige weiß allen Pflichten zugenügen" ch. Wegen seiner höheren Bildung, welche durch eine schöne,würdevolle Gestalt und Milde des Charakters gehoben war, standR. Abbahu in hohem Ansehen bei dem römischen Proconsul Z undwahrscheinlich auch beim Kaiser Diocletian, und durch diesen Einflußbei den Behörden wendete er manche strenge Maßregel ab. Ein Falldieser Art wird mitgetheilt, der zugleich einen Blick in das innereTreiben jener Zeit öffnet. R. Ami, R. Aßi und R. Chija b. Abbahatten über ein Frauenzimmer, Thamar, eine schwere Strafeverhängt, ohne Zweifel, weil sie die Zucht verletzt hatte, und sie ver-klagte die Richter bei dem damaligen Proconsul wegen Eingriffs indie römische Gerichtsbarkeit. Die Richter, welche die Folgen dieserAnzeige fürchteten, wendeten sich an R. Abbahu, seinen Einfluß fürsie geltend zu machen. Er aber antwortete ihnen, daß sein Einflußan dem Rachegefühl, vielleicht auch an der Schönheit der Sünderinscheiterte. Diese Antwort war in einem charakteristischen Stylegeschrieben, von der Art nämlich, daß die Worte ans den ersten Blickden wahren Sinn verschleiern. Der kurze Wortlaut dieses Schreibenswar: „Ich habe schon wegen der drei Verleumder Eutokos, Eumathes
fl Ladbar 116. a. Isrns. lom. Lob. I. x. 60. o. Lada lüsÄa III. Ende,fl Isrns. Laddat VI. x. 7. 4. Lora Ende. Mtlrasod zu Hobelst 7. 18.fl 6baZ'iKa 14. a. L^ndsärin 14. a.